Im 4. Quartal 2015

Abwärtstrend im Tablet-Markt macht an Schweizer Grenze Halt

Uhr | Aktualisiert
von Fabian Pöschl

Der Schweizer Tablet-Markt hat im Weihnachtsgeschäft etwas zugelegt. Stärker war das Wachstum bei neueren Produkten wie 2-in-1-Detachables und Convertible Notebooks.

Die Tablet-Verkäufe in Westeuropa sind im Weihnachtsgeschäft stark zurückgegangen. Marktforscher Context registrierte im vierten Quartal 2015 einen Rückgang der verkauften Stückzahlen um über ein Viertel (27,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresquartal. Von über 5 Millionen Tablets im Vorjahreszeitraum auf 3,7 Millionen Stück im vierten Quartal 2015. Es gab aber einzelne Länder mit Wachstum im westeuropäischen Tablet-Markt. Dazu gehörte auch die Schweiz mit plus 5,9 Prozent verkaufter Geräte.

Android verliert

Wie Context mitteilt, nahm die Popularität von Tablets in Westeuropa ab. Insbesondere Android-Geräte verloren die Gunst der Konsumenten (-37,4%), bei Apple sei die Lage nicht ganz so dramatisch (-15,4%). Windows-Geräte verkauften sich um 9,1 Prozent weniger häufig.

Konsumenten würden sich auf Alternativen im PC-Markt konzentrieren. Etwa mit den neuen 2-in-1-Detachables (Laptops mit abnehmbarem Bildschirm). In diesem Segment habe es ein Plus von fast einem Drittel auf beinahe 300'000 Geräte gegeben. Acer mit 29 Prozent Marktanteil, gefolgt von Asus (24%) und HP (22%) geben hierbei den Ton an.

Hoffnung für den PC-Markt

Noch grösser als bei 2-in-1-Detachables war das Wachstum bei Convertible Notebooks. Diese Laptops mit mehreren nutzbaren Modi verkauften sich 246'000 Mal (plus 84,7 Prozent). Context bemerkt jedoch, dass mit dem grossen Wachstum in dieser Kategorie auch zunehmend günstige Einstiegsgeräte auf den Markt kämen. Deshalb sei der Durchschnittspreis für ein Convertible von 645 Euro im zweiten Quartal 2015 auf 546 Euro ein halbes Jahr später gefallen.

2-in-1-Detachables und Convertible Notebooks machen schon 11 Prozent aller Notebook-Verkäufe aus. Im Consumer-Segment liegt ihr Anteil bereits bei 15 Prozent. Im gesamten PC-Markt fielen die Verkäufe nur um 0,1 Prozent, auch dank dieser beiden neuen Kategorien. Notebooks verkaufen sich um 2,7 Prozent besser, während die Verkäufe von Desktop-PCs weiter um 8,7 Prozent abnahmen.

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