Advanon und BLKB arbeiten zusammen
Auf der Plattform "KMUcash.ch" sollen Unternehmen ihre Debitoren-Rechnungen vorfinanzieren lassen können. Ziel ist es, die Liquidität zu erhöhen. Hinter dem Projekt stehen die Basellandschaftliche Kantonalbank und das Start-up Advanon.
Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat ihre Digitalisierungsstrategie weiter vorangetrieben. Wie die Bank in einer Mitteilung schreibt, ging sie eine neue Partnerschaft mit dem Zürcher Fintech-Start-up Advanon ein. Bereits im August gab die Bank die Zusammenarbeit mit True Wealth bekannt, einem Unternehmen zur automatisierten Vermögensverwaltung.
Neues Finanzierungsportal
Frucht der Partnerschaft mit Advanon ist eine Plattform namens "KMUcash.ch". Mithilfe dieses Angebots sollen Unternehmen leichter offene Debitoren-Rechnungen vorfinanzieren können. Nach Angaben der BLKB funktioniert die Plattform folgendermassen: Ein Unternehmen registriert sich kostenlos bei "KMUcash.ch" und lädt eine offene Debitoren-Rechnung hoch. Auf der Plattform könne die Firma dann selbst festlegen, zu welchen Bedingungen sie die Rechnung von einem Investor vorfinanzieren lassen will.
Im Anschluss werden die Informationen von Advanon geprüft und ein passender Investor gesucht. "Der private Investor, der die Bedingungen am schnellsten akzeptiert, kommt zum Zug", heisst es in der Mitteilung zum Verfahren.
Einfluss auf die zu zahlenden Gebühren hat etwa der Jahresumsatz des Unternehmens wie auch der Umstand, wie schnell die Rechung bezahlt wird. "KMUcash.ch" erhebt rund 1 Prozent Gebühr für die Vermittlung, wie der Website zu entnehmen ist.
Mit "KMUcash.ch" sollen Unternehmen ihre Liquidität einfacher erhöhen können. "Liquidität ist für KMUs die Luft zum Atmen", begründet Daniel Brändlin, Geschäftsleitungsmitglied der BLKB und Leiter Geschäftsbereich Firmen und Kredite, in der Mitteilung die Idee hinter dem Produkt.
Advanon war einer von vier Finalisten der Swisscom Start-Up Challenge 2016. Gegründet wurde das Unternehmen laut Handelsregister Anfang 2015.
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