Digital-Signage-Podium

Roman Glanzer über den Markt für Digital Signage

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von Coen Kaat

Das Geschäft mit Digital Signage steckt in der Schweiz noch in Kinderschuhen. Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem viel Potenzial. Roman Glanzer, Head of Consulting & Sales bei Screenfoodnet, erklärt, wie er den Markt wahrnimmt und wo es Chancen gibt.

Roman Glanzer, Head of Consulting & Sales bei Screenfoodnet. (Quelle: Screenfoodnet)
Roman Glanzer, Head of Consulting & Sales bei Screenfoodnet. (Quelle: Screenfoodnet)

Welche wirtschaftlichen Entwicklungen ­erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital ­Signage?

Aufgrund der im Handel erforderlichen Effizienzsteigerung glauben wir an ein Wachstum des Digital-Signage-Marktes. Der digitale Wandel spielt in diesem Zielmarkt eine wichtige Rolle. Mit dem Einsatz von digitalen Lösungen, die den Online- und Offlinehandel miteinander verbinden, werden neue Vertriebs- und Verkaufsmodelle kreiert. So können Ladenflächen verkleinert werden, um diese mit einem digitalen Kundenerlebnis zu erweitern und trotzdem das Gesamtsortiment abrufbar zu haben. Wichtig dabei ist, dass der digitale Touchpoint mehr als nur eine Kopie des Webshops ist. Er muss einen Mehrwert für den Endkunden bieten.

 

Was gilt es bei einem Digital-Signage-Projekt zu beachten?

Wir arbeiten jeweils mit unserer bewährten Methodik, die den Kundennutzen ins Zentrum stellt. Denn dieser ist entscheidend für den Erfolg und die Wirksamkeit der Digital-Signage-Lösungen. Alle weiteren Faktoren wie Technik, Platzierung der Lösung sowie die Inhalte werden darauf abgestimmt. Wichtig dabei ist, alle Anspruchsgruppen und deren Prozesse innerhalb eines Handelsunternehmens zu berücksichtigen. Mit den richtigen Ansprechpersonen an Bord wird Verständnis und Sicherheit generiert. Dadurch ist das gesamte Team motiviert, eine erfolgs- und ergebnisorientierte Lösung zu erarbeiten.

 

Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage?

Einer der grossen technischen Trends ist das flexible Content-Management. Hier werden in Zukunft durch Bots und Big Data neue Methoden entstehen, welche die Inhaltsverwaltung effizienter und vielseitiger gestalten. Auch die Interaktion mit dem Rezipienten durch die Nutzung von Gesichtserkennungssoftware und Gestensteuerung, etwa im Bereich von Werbekampagnen. Diese Technologien werden bald auch in der Schweiz vermehrt eingesetzt. Im Ausland gibt es bereits einige spannende Kampagnen, die aufgrund ihrer Wirksamkeit einen viralen Effekt ausgelöst haben.

 

Welche neuartigen Digital-Signage-Lösungen haben Sie für 2017 geplant?

2017 werden wir die Komplexität von Digital-Signage-Lösungen reduzieren, sei dies anhand von System-Wizards oder mittels neuer Betriebsmodelle wie Managed Services. Bei den Digital-Signage-Projekten ist die Vernetzung von Daten im Fokus, wodurch etwa regionale Begebenheiten wie das Wetter, Temperaturen oder Events die Inhalte kontext- und nutzenorientiert beeinflussen.

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