Netapp Partner Executive Forum 2017

"Unser Mojo ist definitiv wieder da"

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

An seiner Partnerkonferenz in Tallinn hat Storage-Spezialist Netapp Bilanz gezogen und ein neues Netapp gezeigt. Die Strapazen der letzten Jahre scheinen überwunden und der Storage-Spezialist blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

In Tallinn hat Storage-Spezialist Netapp sein neues Gesicht gezeigt. Das Unternehmen veranstaltete diese Woche in der Hauptstadt Estlands sein elftes Partner Executive Forum. Rund 220 Besucher reisten für die europäische Partnerkonferenz nach Tallinn.

Henri Richard, Executive Vice President WW Field and Customer Operations bei Netapp. (Quelle: Netzmedien)

In den letzten Jahren sei das Unternehmen immer wieder in der Kritik gestanden, sagte Henri Richard, Executive Vice President WW Field and Customer Operations beim Unternehmen. Netapp habe in der Zeit das Vertrauen einiger Partner verloren – und auch das Vertrauen in sich selbst. Das werde sich nun aber ändern.

Netapp blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr zurück

"Ihr werdet fortan ein deutlich aggressiveres Unternehmen sehen", sagte Richard den versammelten Partnern. Aggressiver, wenn es darum gehe, wie sich das Unternehmen im Markt positioniere und wie es sich aufstelle.

Das Unternehmen gewann diesen neuen Mut im kürzlich abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017. Dieses schloss Netapp Ende April ab. In allen vier Quartalen legte der Umsatz zu. "Unser Mojo ist definitiv wieder da", zitierte Alexander Wallner, Senior Vice President & General Manager EMEA, den Film Austin Powers.

Alexander Wallner, Senior Vice President & General Manager EMEA bei Netapp. (Quelle: Netzmedien)

Im gesamten Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 5,52 Milliarden US-Dollar. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) kamen über vier Fünftel des Umsatzes aus indirekten Geschäften. Der Umsatz über Distributoren legte gemäss Netapp um 8 Prozent zu gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2017 registrierte Netapp mehr als 48'500 Geschäfte über EMEA-Partner.

Schweiz unter Top 3

Die Schweiz gehörte zu den Top 3 Ländern in EMEA. Netapp steigerte den Umsatz über den Channel hierzulande um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich in den Niederlanden (Plus 10 Prozent) und in Österreich (Plus 17 Prozent) wuchs der Umsatz stärker.

Alfred Manhart, Senior Director Channel & System Integrators EMEA bet Netapp. (Quelle: Netzmedien)

Der EMEA-Markt biete aber noch viel Potenzial. So könnten im Geschäftsjahr 2018 noch bis zu 2,14 Milliarden Dollar mit der Erneuerung von alter Infrastruktur eingenommen werden, sagte Alfred Manhart, Senior Director Channel & System Integrators EMEA bet Netapp.

Flash-Geschäft floriert

Das Flash-Geschäft generierte 2017 fast einen Drittel des globalen Umsatzes deh Herstellers, nämlich 1,7 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Flash-Umsatz um 140 Prozent zu. Die positiven Zahlen sind wohl auf die Integration von Solidfires Flash-Portfolio zurückzuführen. Das Geschäftsjahr 2017 war das erste vollständige Fiskaljahr seit der Übernahme Februar 2016.

Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen in EMEA bereits der Marktführer in dem Bereich. Netapp beruft sich dabei auf Zahlen des Marktforschers IDC. "Eine gute Basis für gemeinsame Geschäfte", sagte EMEA-Chef Wallner den Partnern.

Netapp steckt sich hohe Ziele

Im nächsten Kalenderjahr will das Unternehmen die unangefochtene Nummer 1 im Flash-Geschäft werden. Wallner etwa will in jedem Land einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen. Richard ist zudem davon überzeugt, dass Netapp dieses Ziel aus eigener Kraft erreichen könne - also ohne Zukäufe.

Aber auch das genügt nicht. Netapp will ein grösseres Stück des IT-Kuchens und strebt auch die Marktführung in den Bereichen Datenmanagement und Hyperconverged Infrastructure an. Obwohl Netapp den HCI-Markt erst vor wenigen Tagen erschlossen hatte.

Das Beste liegt noch vor uns in diesem Jubiläumsjahr

Laut Wallner stehe Netapp kurz davor, Container-Technologien wie Docker in seine Lösungen zu integrieren. Da das Unternehmen davon ausgeht, dass Container in wenigen Jahren bereits sehr wichtig für seine Kunden sein wird. Die ersten würden die Technologie bereits testen.

Das Unternehmen sei nach dem vergangenen Geschäftsjahr nun gut aufgestellt, sagte Richard. "Es liegt aber noch viel Arbeit vor uns." Das aktuelle Geschäftsjahr, das gerade begann, werde das entscheidende sein. "Und ich verspreche euch", sagte Richard dem Publikum, "das Beste liegt noch vor uns in diesem Jubiläumsjahr!"

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