Europäischer Smartphone-Markt

Huawei überholt Apple

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Huawei ist Apple im zentral- und osteuropäischen Smartphone-Markt wieder voraus. Am Anfang des Jahres lag das chinesische Unternehmen kurzzeitig hinter den Kaliforniern. Spitzenreiter blieb im zweiten Quartal des Jahres Samsung.

Das P10 Lite soll Huawei zum zweiten Platz im zentral- und westeuropäischen Markt verholfen haben. (Source: Huawei)
Das P10 Lite soll Huawei zum zweiten Platz im zentral- und westeuropäischen Markt verholfen haben. (Source: Huawei)

In Zentral- und Osteuropa hat Huawei im zweiten Quartal 2017 mehr Smartphones verkauft als Apple. Der Unterschied beträgt jedoch weniger als 50'000 Einheiten, wie die Analysten von Canalys schreiben. Beide Unternehmen lieferten rund 1,8 Millionen Geräte nach Zentral- und Osteuropa.

Apple hatte Huawei im ersten Quartal des Jahres in dieser Region überholt. Grund dafür seien vor allem die Verkaufszahlen des iPhone 7 Plus gewesen. Nun habe Huawei Apple den Rang wieder abgelaufen, wie Canalys mitteilt.

Die Spitzenposition von Samsung bleibt allerdings unangefochten: Das südkoreanische Unternehmen konnte 4,9 Millionen Geräte nach Zentral- und Osteuropa liefern. Das entspricht gemäss Canalys einem Marktanteil von 32 Prozent. Huawei und Apple hätten 12 beziehungsweise 11 Prozent. Das P10 Lite habe Huawei geholfen, Apple wieder zu überholen. Das Gerät sei in dieser Region ein Bestseller.

Xiaomi steigt auf

In den Top 5 ist neu der chinesische Hersteller Xiaomi. Mit einem Marktanteil von 7 Prozent belegt das Unternehmen im zweiten Quartal Platz 4. Damit liegt Xiaomi vor dem chinesischen Konkurrenten Lenovo.

Die Top 5 im zentral- und osteuropäischen Raum. (Source: Canalys)

Xiaomi wolle Huaweis Aufstieg nachahmen, sagt Canalys-Analyst Tim Coulling. Allerdings seien das zwei sehr unterschiedliche Unternehmen. Huawei gelangte über das Netzwerkgeschäft in das Sortiment der Netzbetreiber.

Der Aufstieg von Xiaomi in Europa hingegen basiere auf der Partnerschaft mit dem polnischen Distributor ABC Data. Um sich in Europa und global weiter zu etablieren, müsse das Unternehmen zusätzliche Distributionspartner gewinnen.

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