Tamedia zieht die SBB vor Gericht
Im November vergaben die SBB einen Grossauftrag an die APG. Diese soll ab 2019 die Fremdwerbung in Bahnhöfen und Zügen verantworten. APG-Konkurrentin Tamedia fechtet die Vergabe nun an.
Im November haben die SBB einen Grossauftrag für digitale und analoge Fremdwerbung vergeben. Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) stach dabei die Konkurrentin Tamedia aus. Nun legt Tamedia Beschwerde gegen die Vergabe ein, wie die Mediengruppe mitteilt. Das Bundesverwaltungsgericht solle prüfen, ob das Verfahren rechtmässig war.
Tamedia fordert faire Ausschreibung
Als die Vergabe bekannt wurde, erwog Tamedia bereits rechtliche Schritte. Nun sind sie konkret. Tamedia beantragt beim Bundesverwaltungsgericht, den Zuschlag an die APG aufzuheben. Ausserdem sollen die SBB die Ausschreibung neu aufrollen. Tamedia wünscht sich laut Mitteilung ein "faires" und "transparentes" Verfahren.
Mitbeteiligt an der Anfechtung ist das Aussenwerbungs-Unternehmen Neo Advertising, das 2018 von Tamedia übernommen werden soll. Neo Advertising bewarb sich ebenfalls für den SBB-Zuschlag.
Umstrittener Grossauftrag
Der strittige Auftrag der APG soll 2019 beginnen. Die Vergabe betraf den "grössten Vermarktungsauftrag in diesem Bereich in der Schweiz", schreibt Tamedia. Eine konkrete Summe ist nicht bekannt.
Weder Tamedia noch Neo Advertising wollten sich zum laufenden Verfahren äussern. Auch die APG und die SBB gaben keine Stellungnahmen ab. Die Plakatgesellschaft betonte allerdings, dass das Angebot für das Jahr 2018 vom Verfahren nicht tangiert sei.
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