Frequenzen entsprechend Marktanteil verteilen

Swisscom fordert Änderungen der 5G-Mobilfunkauktion

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Swisscom hat den Vergabeprozess für die Frequenzblöcke für das geplante 5G-Netz kritisiert. Der Telko fordert Überarbeitungen bei der Anzahl der Frequenzblöcke und den Bieterregeln. Durch dieses Kräftemessen könnte sich die Einführung der neuen 5G-Technologie deutlich verzögern.

(Source: hbieser / Pixabay.de)
(Source: hbieser / Pixabay.de)

Swisscom hat sich über die Vergabe von 5G-Frequenzen durch den Bund beschwert. Das Unternehmen fordert wie Sunrise von der Eidgenössischen Kommunikationskommission Comcom, das Prozedere bei der Vergabe der Frequenzen zu überarbeiten. Swisscom fordert im Gegensatz zu Sunrise eine höhere Maximalgrenze von Frequenzblöcken, die ein Bieter erwerben darf. Wie die Handelszeitung berichtet, seien Swisscom die Bietbeschränkungen viel zu eng gesteckt. Der Konzern wolle mehr Frequenzen kaufen dürfen, als die bisherigen Regeln zulassen, und begründe dies mit seiner Marktmacht.

Mit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen will Swisscom zeigen, dass die Firma mit 39 Megaherz pro Million Kunden mit Abstand am wenigsten Frequenzen pro Kunde habe. Ausserdem verfügten Sunrise und Salt mit 54 MHz bzw. 85 MHz pro Million Kunden über rund 40 Prozent respektive 100 Prozent mehr Frequenzen pro Kunde als Swisscom. Beim Kundenanteil Mobilfunk sei Swisscom mit rund 6,6 Millionen Kunden deutlich grösser als Sunrise (2.4 Millionen) und Salt (1,9 Millionen).

Wie die Handelszeitung weiter schreibt, sei es mit den aktuellen Regeln für die anstehende Frequenzauktion schon von vornherein festgelegt, dass die Swisscom-Konkurrenten nach der Versteigerung mindestens die Hälfte der Frequenzen pro Kunde hätten.

Höhere Maximalgrenze

Eine Überarbeitung der Ausschreibungsmodalitäten müsse deshalb sicherstellen, dass die Swisscom zumindest die Möglichkeit erhalte, pro Kunde gleich viele 5G-Frequenzen zu erwerben wie ihre Mitbewerber, fordert der Telko.

Über die Maximalgrenze der Frequenzvergabe, die Swisscom kaufen dürfe, schweigt sich der Konzern aus. "Wir möchten keine konkrete Zahl nennen. Wichtig ist, dass Swisscom zumindest die Möglichkeit hat, Frequenzen entsprechend dem Marktanteil zu erwerben", erklärte Swisscom-Sprecher Armin Schädeli der Handelszeitung auf Anfrage.

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