Melani warnt schon wieder – falsche Zurich-Mails im Umlauf
Zwei Kampagnen in zwei Wochen: Retefe ist schon wieder auf der Suche nach Schweizer Opfer. Diesmal nutzt der E-Banking-Trojaner das Logo von Zurich Versicherung, um die Empfänger hinters Licht zu führen.
Kaum eine Woche ist vergangen, seitdem die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) vor betrügerischen E-Mails gewarnt hat, die angeblich von der Schweizerischen Post kommen. Lesen Sie mehr dazu hier. Nun folgt bereits der nächste Alarm.
Diese neue Spam-Welle versucht dem Empfänger vorzutäuschen, dass das Schreiben von Zurich Versicherung kommt. Tatsächlich wollen die Betrüger mit den E-Mails jedoch den E-Banking-Trojaner Retefe verbreiten, wie Melani über den Twitter-Account des Government Computer Emergency Response Team (GovCERT) mitteilt.
Der Trojaner versteckt sich im Anhang – eine .doc-Datei, die wohl mit schädlichen Makros vollbeladen ist. Betroffene sollen gemäss der Warnung den Anhang nicht öffnen und das E-Mail löschen.
Retefe gehört zum alten Eisen im Cybercrime und ist schon seit Anfang November 2013 in der Schweiz aktiv. Der E-Banking-Trojaner ist einer der aggressivsten Schadprogramme hierzulande – aber auch fast nur in der Schweiz. Die Malware ist in nur wenigen Ländern aktiv: Neben der Schweiz sind dies lediglich noch Österreich, Schweden und Japan.
Einmal im Rechner drin, leitet Retefe den Browser seiner Opfer um. Wenn diese bestimmte E-Banking-Portale nutzen, erhalten sie stattdessen die Aufforderung, eine App herunterzuladen – angeblich um die Sicherheit zu erhöhen. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um ein Android-Schadprogramm. Dieses fängt sämtliche SMS von der Bank für die 2-Faktor-Authentifizierung von der Bank ab und leitet sie an die Hacker weiter.
Wer mehr zum Thema Cybercrime und IT-Sicherheit lesen will, kann dies im IT-Security-Blog von IT-Markt auf www.it-markt.ch/security tun. Der Blog wird laufend aktualisiert.
Trojaner, Ransomware und DDoS? Was war schon wieder was? Das IT-Security-ABC verschafft einen schnellen Überblick über die gängigsten Begriffe rund um Cybercrime und IT-Security - ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Update: Anthropic darf Mythos 5 für bestimmte US-Organisationen freigeben
Software für den Kreditmarkt: Vom Antrag bis zur Refinanzierung
Das KI-Paradoxon der Finanzindustrie
Cloudflare entwickelt Standard gegen missbräuchlichen KI-Traffic
SOWARIS setzt auf Schweizer Cloud: Virtual Datacenter als IT-Fundament
Warum Cloud für KI zur Frage von Kontrolle und digitaler Souveränität wird
Der Rosenkrieg zwischen der EU und Grossbritannien
Wie geht Datensouveränität in der Cloud?
Kanton Zürich verarbeitet ab 2027 nur noch digitale Rechnungen