EU-Wettbewerbshüter nehmen Amazon unter die Lupe
Die EU-Kommission hat angekündigt, Amazons Umgang mit Daten von Händlern zu prüfen. Sie will untersuchen, ob Amazon die gesammelten Daten für eigene Zwecke nutzt.
Die EU-Wettbewerbshüter haben ein Auge auf Amazon geworfen. Wie Heise schreibt, wollen sie prüfen, wie der Konzern mit den Daten der Händler umgeht, die auf seiner Plattform aktiv sind. Amazon hat eine doppelte Funktion als Plattform für Händler und als eigener Anbieter. Dazu befrage die EU-Kommission Marktteilnehmer.
Sollte Amazon die Daten nutzen, um den Service für die Händler zu verbessern, sei das legitim, sagt EU-Kommissarin Margrethe Vestager. "Aber werden die Daten auch genutzt, um selbst zu analysieren, was die Leute wollen, was das nächste grosse Ding sein wird?" Eine formale Untersuchung sei bislang nicht eingeleitet worden, sagte Vestager. "Wir stehen noch ganz am Anfang."
Dieselbe EU-Kommission büsste Amazon schon im vergangenen Jahr mit einer Steuernachzahlung in Höhe von rund 250 Millionen Euro plus Zinsen. Amazon habe in Luxemburg seit 2003 von vergünstigten Steuern profitiert. Laut Vestager sammelte die Kommission nun rund 280 Millionen Euro ein. Der Fall könnte sich aber noch über Jahre hinziehen, wie Heise bemerkt, da Amazon und auch Luxemburg Beschwerde gegen den Beschluss einlegten.
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