Was Banken 2019 beschäftigen wird

Crealogix prognostiziert die Digital Banking Trends für 2019

Uhr | Aktualisiert

Welche Themen werden Banken 2019 beschäftigen? Crealogix blickt in die Glaskugel und nennt die 5 wichtigsten Trends für 2019.

(Source: Yü Lan / Fotolia.com)
(Source: Yü Lan / Fotolia.com)

"Im kommenden Jahr werden sich im Banking die Trends der letzten Jahre forcieren und miteinander verzahnen", schreibt Crealogix in einer Mitteilung. "Open Banking und die Customer Experience bleiben die bestimmenden Themen, während Banken zunehmend das Potenzial von Artificial-Intelligence-Anwendungen nutzen werden, um Kunden individuell anzusprechen."

Crealogix sieht im Banking für 2019 folgende fünf Trends:

1. Open is the new Banking

Open Banking sei längst kein First-Mover-Thema mehr, schreibt Crealogix in einer Mitteilung. Auf Open Banking basierende finanzielle Ökosysteme würden in eine neue Phase eintreten: Banken, Drittanbieter und Technologieunternehmen sollen Anwendungen entwickeln und sie zu einem nahtlos vernetzten, in die Lebenswelt des Kunden integrierten Banking verbinden.

Wer dazu in der Lage sei, soll ein eigenes Ökosystem aufbauen, wobei die Kundenperspektive als Massstab dienen müsse. Um die Geduld der Kunden nicht überzustrapazieren, sei es höchste Zeit, die unübersichtliche Vielzahl an Einzelanwendungen zu bündeln. "Vielfach unterschätzen Banken die anspruchsvolle Aufgabe, Applikationen zu orchestrieren sowie attraktive digitale Services sicher auszuliefern und insbesondere auch, die Aggregation von Bankdaten vorzunehmen", heisst es in der Medienmitteilung.

2. Convenience is the new Loyalty

Dieser neu geprägte Slogan aus der digitalen Welt soll sich auch im Banking durchsetzen. Sogenannte Low-effort-Erlebnisse sollen zu einer höheren Nutzung verhelfen beziehungsweise einen höhren Umsatz pro Kunde erzielen. Ganz im Gegenteil zu High-effort-Erlebnissen, die Kunden abschrecken und zum Wechsel der Bank motivieren würden. "Es wie Amazon oder Alibaba dem Kunden so komfortabel und angenehm wie möglich zu machen, seine Bankgeschäfte abzuwickeln, bleibt eine der grössten Baustellen der Branche", schreibt Crealogix. Das Front-end dürfe die dahinterliegende Architektur nicht erahnen lassen.

3. Smartness is the new Personalisation

KI-Technologien sind laut Crealogix mittlerweile so ausgereift, dass sie Banken dabei unterstützen, den einzelnen Kunden individuell zu bedienen – smarte statt schematische Personalisierung. Selbstlernende Algorithmen sollen die Bedürfnisse der Kunden prognostizieren und proaktive Datennutzung die Customer Journey vereinfachen. Die persönliche Beratung werde den komplexen Situationen vorbehalten bleiben.

4. Digital is the new Revenue

Investitionen in die Digitalisierung müssen sich rechnen. Banken seien gefordert, nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch digitale Zusatzerträge im Rahmen ihrer Ökosysteme und ihrer neu gestalteten Customer Journeys zu generieren. Durch die Nutzung von Schnittstellen sollen sich neue Potenziale der "Platform Economy" erschliessen, die Banken bisher kaum anzapften. Banken sollen zudem mit Fintech-Partnern kooperieren. Nur so könnten Finanzinstitute von den neuen Möglichkeiten profitieren.

5. Time to Market is the new All-you-can-eat

Lange Laufzeiten für riesige Big-Bang-Digital-Projekte könne sich die Branche nicht leisten – aus finanziellen oder Risiko-Gründen, aber auch nicht aus Kundensicht. "Denn die Kunden wollen nicht lange auf etwas Neues warten." Agile Vorgehensmodelle würden es erlauben, sichtbare Verbesserungen im Rahmen von überschaubaren Aufwänden (Minimum Viable Products) binnen Wochen in einer frühen Entwicklungsphase auf den Markt zu bringen und die Akzeptanz zu testen.

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