Studie von MSM Research

Sicherheit kostet Geld, viel Geld

Uhr | Aktualisiert

Im Schweizer ICT-Security-Markt erreichen die Ausgaben im Businessbereich 2018 ein Volumen von 2,35 Milliarden Franken, dies sind 100 Millionen Franken oder 4,5 Prozent mehr als noch 2017. Damit legen die Ausgaben für die ICT-Sicherheit nach wie vor deutlich mehr zu als diejenigen für andere ICT-Bereiche.

Durchschnittlich entfallen in Schweizer Unternehmen rund 13 Prozent der jeweiligen gesamten externen ICT-Ausgaben auf die Security. Über 45 Prozent der im Rahmen der Felderhebung zur neuen Security-Studie befragten Unternehmen planen sogar, die entsprechenden Budgets in den kommenden zwölf Monaten weiter aufzustocken.

Aber nicht alle Segmente des Security-Marktes entwickeln sich in gleichem Masse; nicht in allen Teilbereichen werden die Ausgaben in den Unternehmen gleichermassen erhöht. So steigen die Budgets für Dienstleistungen (Consulting, Schulung, Audit, Testing, Integration und Implementierung sowie für Managed Security Services) im zu Ende gehenden Jahr um 9,2 Prozent, während die anderen Bereiche wie Security Appliances und Software (On Premise) nur marginal zulegen.

Managed Security Services werden weiter zulegen

Heute entfallen bereits 50 Prozent der Security-Budgets auf Dienstleistungen externer Anbieter. Dieser Anteil wird sich bis 2020 auf über 57 Prozent erhöhen. An der Wachstumsspitze der Security-Dienstleistungen liegen in den kommenden zwei Jahren die Managed Security Services, sie legen mit jeweils über 12 Prozent weiter zu. Insgesamt rechnen wir bis 2020 mit einem Anstieg der gesamten Ausgaben für ICT-Security auf deutlich über 2,5 Milliarden Franken. Damit verlagern sich die Ausgaben der Unternehmen, wie auch in den anderen ICT-Markt-Segmenten zu beobachten ist, zusehends hin zu externen Serviceprovidern und ihren Dienstleistungen.

Mit Blick auf die Dienstleistungen Dritter sind es vor allem die Managed Security Services, die überdurchschnittlich profitieren können. Über 64 Prozent der befragten Unternehmen planen, aufgrund der steigenden Komplexität des Sicherheitsdispositivs verstärkt mit externen Dienstleistern zusammenzuarbeiten. Der Mangel an Fachkräften, die steigenden regulatorischen Anforderungen (Compliance) und die Zunahme der Cyberkriminalität sind die wichtigsten Antriebsfaktoren für die Verantwortlichen, externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen setzt sich darauf basierend zunehmend die Erkenntnis durch, dass die eigenen Bemühungen und Security-Vorkehrungen keine ausreichenden Perspektiven mehr bieten.

Hinaus aus der Unsicherheit

Mit der Vergabe der entsprechenden Aufgaben und Dienste an einen versierten Dritten will man hinaus aus der Unsicherheit. Durch die zunehmende Digitalisierung und der damit steigenden Vernetzung von Geräten, Maschinen und Prozessen scheint der Nebel der Verunsicherung noch dichter zu werden. Gerade mit Blick auf die kommenden 24 Monate bewerten die Unternehmen die Folgen der Digitalisierung respektive des Internets der Dinge (IoT) als Topquelle der kommenden Bedrohung. So betrachtet schafft die digitale Transformation nicht nur neue Marktchancen für die Unternehmen, sondern ist auch Verursacherin weiter steigender Ausgaben für die Sicherheit.

Dieser Beitrag erschien in der Netzwoche 17/2018. Alle Inhalte des Hefts finden Sie hier.

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