70 Kilometer langer Testflug

Swisscom und ETH schicken vernetzte Drohne über Neuenburgersee

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Die ETH und Swisscom liessen eine vernetzte Drohne über den Neuenburgersee fliegen. Es soll die erste vernetze Drohne sein, die eine 70 Kilometer lange strecke zurücklegte. Gesteuert wurde das Fluggerät via Swisscom-Netz.

(Source: asoggetti / Unsplash)
(Source: asoggetti / Unsplash)

Anfang Januar ist eine vernetzte Drohne eine 70 Kilometer lange Strecke über den Neuenburgersee geflogen. 2 Stunden benötigte die Solardrohne für den Testflug. Der Test wurde im Zuge eines Gemeinschaftsprojekts der ETH und Swisscom durchgeführt. "Das ist ein Meilenstein für uns und das Drohnenland Schweiz"sagt Roland Siegwart, Professor im Bereich Autonomous Systems an der ETH im Interview mit Swisscom. "Es ist jetzt möglich, mit Drohnen sehr grosse Flächen voll autonom abzudecken und die Missionen einfach vom Schreibtisch über das Mobilnetz zu steuern."

Auch von der Post gibt es Drohnen-News: Am Freitag stürzte eine Postdrohne, die eine Blutprobe vom Spital Hirslanden im Park ins Zentrallabor an der Forchstrasse fliegen sollte in den Zürichsee. Lesen Sie hier mehr dazu.

Laut Swisscom handelt es sich um die erste vernetzte Drohne, die eine solche Strecke zurückgelegt hat. Um den kommerziellen Drohnenverkehr sicher und effizient zu steuern, brauche es ein leistungsstarkes, flächendeckendes Netzt. Ein Netz, das der Drohne während des Fluges Daten übermittle, damit sie sicher fliegen kann, sagt Roger Wüthrich-Hasenböhler, Leiter Geschäftsbereich KMU bei Swisscom.

Doch wozu braucht es überhaupt vernetze Drohnen? "Wenn ein Landwirt mit einer Drohne seine Felder analysieren möchte, dann braucht er eine autonom fliegende Drohne – gesteuert durch einen Computer, ohne dass der Landwirt vor Ort sein muss", erklärt Wüthrich-Hasenböhler. Eine vernetzte Drohne wisse, wo sie lang fliegen müsse und könne einem Feldroboter Daten übermitteln, damit er wisse, wo er bewässern oder düngen solle.

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