Gaming-Mäuse auf der Jagd nach Kills
CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!
shu.Das Kultspiel "Doom" begeistert nicht nur Menschen – im Projekt "Rats Play Doom" greifen nämlich auch Nagetiere zum Controller. 2021 sorgte das Experiment bereits für Aufsehen, wie "Golem" berichtet. Schon damals bewegten sich die Ratten mithilfe einer grossen Laufkugel durch die Spielwelt. Das Equipment der Tiere bekam mittlerweile aber ein Upgrade: Mit einem physischen Schuss-Hebel auf Pfotenhöhe können sie schon erste Kills einheimsen. Für ein ultimatives Spielerlebnis sorgt ein VR-Set-up, das aus einem gekrümmten Display besteht, das ihr Sichtfeld umschliesst. Für In-Game-Erfolge gibt es ausserdem eine Belohnung via Zuckerwasser-Spender. Wer seinem Haustier selbst ein solches Set-up bauen möchte, kann dies tun – die Bauanleitung steht nämlich frei auf der Entwickler-Website zur Verfügung.
Menschen wie Wäsche waschen
vgr. Waschmaschinen schleudern künftig nicht nur Kleider. Denn das japanische Unternehmen Science stellte an der Expo 2025 in Osaka eine Waschmaschine für Menschen vor, wie "Golem" berichtet. Anders als unsere Wäsche bekommen Menschen ein Spezialprogramm mit beruhigender Musik und visuellen Effekten. Nebel und Schaum starten den Waschvorgang, während Sensoren die Gesundheitswerte überwachen. Nach nur 15 Minuten soll man bereit zum Trocknen sein. Ungerecht 306 000 Franken (60 Millionen Yen) soll das Gerät der "Japan Times" zufolge kosten. Science plane, trotz der 40 000 Nutzungsanfragen nur 50 Stück herzustellen. Die 2,3 Meter lange Kapsel sei von einer Waschmaschine für Menschen der Expo 1970 in Osaka inspiriert. Laut der Nachrichtenseite "NDTV" entdeckte der Präsident von Science diese dort als kleiner Junge.
Rauchzeichen aus dem stillen Örtchen
dwi. Ungestört und anonym auf öffentlichen Toiletten rauchen? In zwei Einkaufszentren in Shenzhen dürfte das bald schwieriger werden. Greift man dort trotz Verbotsschilder und Rauchmelder während des eigentlich privaten Geschäfts zur Zigarette, wird das sonst undurchsichtige Glas in den WC-Kabinen durchsichtig, wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtet. Die Nutzer würden vorab sogar gewarnt: "Das Glas wird durchsichtig, wenn Sie rauchen. Unterdrücken Sie Ihr Rauchverlangen, wenn Sie nicht online berühmt werden wollen." So verhalten sich die sonst stillen Örtchen bei Regelverstössen also plötzlich alles andere als still: Heimliches Qualmen führt in diesen WC-Kabinen zu unfreiwilliger Publicity – rechtlich angeblich unbedenklich, fürs Ego der Raucher aber wohl der kürzeste Weg zur öffentlichen Blossstellung.
Misstrauung
rja. Dass prüfen möge, wer sich ewig binden will, ist hinlänglich bekannt. Dass es sich lohnt, vorab auch die geplante Traurede checken zu lassen, lernte ein Paar unlängst auf die harte Tour. Wie "T3N" berichtet, engagierten die beiden heiratswilligen einen Freund, um die Traurede zu halten und die beiden zu vermählen. Dieser Freund wiederum engagierte ChatGPT als Ghostwriter für die zu haltende Traurede. Blöd nur: Die KI-generierte Rede enthielt zwar allerhand witzige Floskeln, nicht aber die in den Niederlanden vorgeschriebenen Formulierungen für eine rechtsgültige Eheschliessung. Das fiel am vermeintlichen Hochzeitstag zwar niemandem auf, sehr wohl aber einem Gericht, das die Ehe inzwischen annullierte. Lernen kann man daraus wenig, ausser dass bestimmte Behörden einfach keinen Humor haben und dass man keiner KI-Traurede trauen kann.
Bodycam verwandelt Polizeibeamten in Frosch
cbi. Während eines Polizeieinsatzes in Heber, USA, hat sich ein Beamter in einen Frosch verwandelt – das notierte zumindest eine KI-Software für automatische Einsatzberichte. Die Software "Draft One" erkannte fachkundig, dass während eines Einsatzes der Disney-Film "Küss den Frosch" im Hintergrund lief, und interpretierte die Lage falsch, wie der zuständige Polizeibeamte dem Lokalsender "Fox 13" mitteilte. Der Vorfall habe dem Team verdeutlicht, wie wichtig es sei, KI-generierte Inhalte in sicherheitsrelevanten Dokumenten zu überprüfen und zu korrigieren. Trotzdem spare die Software sechs bis acht Stunden Arbeit pro Woche. Die Polizei von Heber werde an der KI-Nutzung festhalten – ob es weiterhin "Draft One" bleibt, sei noch nicht entschieden.
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