Swiss Entrepreneurs Fund lanciert

Finanzwelt und Politik wollen halbe Milliarde Franken in Schweizer Start-ups stecken

Uhr | Aktualisiert

Die Swiss Entrepreneurs Foundation lanciert einen Fonds mit einer Zielgrösse von 500 Millionen Franken. Mit ihm sollen Schweizer Start-ups unterstützt werden. UBS, Credit Suisse, Mobiliar, ein amtierender und ein ehemaliger Bundesrat sind mit an Bord.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin. (Source: VBS/DDPS)
Wirtschaftsminister Guy Parmelin. (Source: VBS/DDPS)

Eine Allianz aus Unternehmen und Politikern hat sich zum Ziel gesetzt, Start-ups nach der Gründungsphase in der Schweiz zu halten und gute Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Schweizer Wirtschaft zu schaffen. Unter dem Patronat von Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Wirtschaftsminister Guy Parmelin lancierten sie die Swiss Entrepreneurs Foundation (SwissEF). Zu den Initianten gehören Mobiliar, UBS, Credit Suisse, die Gebert Rüf Stiftung, Wenger & Vieli sowie Ständerat Ruedi Noser, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Stiftung soll Schweizer Start-ups und innovative KMUs in der Wachstumsphase fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolge SwissEF einen Doppelansatz. Zum einen realisiere die Stiftung konkrete Projekte, welche die Rahmenbedingungen für Unternehmertum und innovative Technologien verbessern sollen.

Im Interview mit der Netzwoche verriet Finanzminister Ueli Maurer, wie Schweizer Start-ups besser unterstützt werden können.

Zum anderen lanciere SwissEF gemeinsam mit UBS, Credit Suisse und Mobiliar einen "Swiss Entrepreneurs Fund" mit einer Zielgrösse von 500 Millionen Franken. Er soll in Schweizer Start-ups und innovative KMUs in der Wachstumsphase investieren, die bereits Produkte am Markt haben und über einen Kundenstamm verfügen.

Fonds und Beratung

Die beiden Banken übernehmen laut Mitteilung den Vertrieb und das Portfoliomanagement, die Stiftung bringt Know-how für die Wachstumsunternehmen und die Mobiliar Kapital ein. Ausser an die Mobiliar, die mit 100 Millionen Franken die erste Ankerinvestorin sei, richte sich der Fonds auch an institutionelle Anleger wie Pensionskassen, vermögende Privatpersonen und "Family Offices". Der Fonds soll rechtlich unabhängig von der SwissEF agieren.

Der Fonds investiere direkt und via Drittfonds in innovative Unternehmen mit Wachstumspotenzial, wobei die Mehrheit der Investitionen in Firmen getätigt werde, die ihren Hauptsitz oder einen signifikanten Anteil ihrer Wertschöpfung in der Schweiz hätten.

Zwei Projekte habe SwissEF bereits 2018 gestartet. Durch das Programm "SwissEF UpScaler" erhielten Unternehmen, die sich in der Wachstumsphase befinden und ihr Geschäftsmodell auf den internationalen Märkten skalieren wollen, ein massgeschneidertes Förderprogramm. Das Programm "SwissEF Shaper" vernetze Start-up-Unternehmer und Exponenten aus dem Innovations- und Start-up-Ökosystem mit Vertretern aus der nationalen Politik und sensibilisiere diese für zentrale Anliegen.

"Start-ups sind für das Erfolgsmodell Schweiz ein wichtiger Pfeiler", lässt sich Johann Schneider-Ammann in der Mitteilung zitieren. "Jungunternehmen sollten hier in der Schweiz gegründet und entwickelt werden, die Wertschöpfung und die neuen Jobs sollten hier bleiben."

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