IDC-Studie

Huawei und Xiaomi schnappen sich grösseres Stück vom Smartphone-Markt

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Huawei ist im Smartphone-Markt in der EMEA-Region stark gewachsen. Ein Viertel aller Android-Smartphones sind mittlerweile Hauwei-Geräte. Auch Xiaomi legte im Jahresvergleich stark zu.

(Source: Javardh / unsplash.com)
(Source: Javardh / unsplash.com)

Huawei hat im EMEA-Raum stark zugelegt. Der chinesische Hersteller steigerte seinen Anteil am Smartphone-Markt in der Region um fast 10 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent. Betrachtet man nur den Android-Teilmarkt kommt Huawei bereits auf einen Marktanteil von rund 25 Prozent, wie Marktforscher IDC mitteilt.

Mit einem Viertel des Android-Markts in absoluten Zahlen generierte der Hersteller allerdings einen Drittel des Werts. Gemäss IDC war Huawei in gewissen Schlüsselmärkten, darunter die EU, nah dran, Samsung zu überholen.

Das Gesamtvolumen des Smartphone-Markts in der EMEA-Region beläuft sich gemäss IDC auf 98,8 Millionen Einheiten. Der Gesamtwert sei um 2,5 Prozent auf 35,5 Milliarden gestiegen. Was diese Zahl jedoch nicht aussage: Der Markt legte in Europa deutlich zu, was aber durch die rückläufigen Entwicklungen im Nahen Osten und Afrika fast komplett kompensiert wurde.

Nicht nur Huawei wächst

Auch Xiaomi hatte ein gutes Abschlussquartal, obwohl die Zahlen für den Hersteller tiefer als noch im dritten Quartal ausfielen. Der ebenfalls chinesische Hersteller lieferte im vierten Quartal 4,2 Millionen Smartphones aus - 70,5 Prozent mehr als im Vergleichsquartal im Vorjahr.

Der Hersteller steige in immer mehr europäische Märkte ein. Jedoch seien diese Markteintritte für Xiaomi jeweils schwierig. Im Weg stehe der fortlaufende Kampf um Marktpräsenz zwischen Huawei und Samsung in diesen Märkten.

Samsung und Apple schwächeln

Die Nummer 1 im Markt blieb weiterhin Samsung. Der südkoreanische Hersteller lieferte insgesamt 27,7 Millionen Smartphones aus im vierten Quartal 2018. Das sind war 3,8 Prozent weniger als im Vergleichsquartal im Vorjahr – aber noch immer fast 7 Millionen mehr als Konkurrent Huawei.

Auch Apple, die Nummer 3, konnte nicht an das Vergleichsquartal im Vorjahr anknüpfen. Der Hersteller erzielte gemäss IDC ein "akzeptables Quartal". Im Klartext heisst dies: Die Anzahl ausgelieferter iPhones brach um 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein und Apples Anteil am Gesamtwert sank von 46 auf 41 Prozent.

Für 2019 prognostiziert IDC eine leichte Abnahme des Gesamtvolumens im EMEA-Raum: um 0,1 Prozent. Den Rückgang würde vorwiegend Europa zu spüren bekommen, während der Nahe Osten und Afrika ein Wachstum von 2,8 Prozent fürs Jahr erleben werden. Android werde seine Position weiterhin konsolidieren, weil Konsumenten in Nahost und Afrika ihre gegenwärtigen Smartphones mit günstigeren Android-Geräten ersetzen würden.

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