Nutanix setzt auf Stars und Sterne

Wie man Cloud Native Apps baut, ein Schwarzes Loch ablichtet und Drachen reitet

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Die Nutanix .Next in Kopenhagen ist mit einem Blick ins Weltall und einem Rückblick auf das grösste TV-Spektakel der vergangenen Jahre zu Ende gegangen. Und auch über IT erfuhren die Besucher am zweiten Tag noch etwas.

Julie O’Brien löcherte Kit Harington mit Fragen aus dem Publikum. (Source: Netzmedien)
Julie O’Brien löcherte Kit Harington mit Fragen aus dem Publikum. (Source: Netzmedien)

In Kopenhagen ist die Nutanix-Hausmesse .Next zu Ende gegangen. Für den Schlussakt holte das US-Unternehmen keinen geringeren als Kit Harington auf die Bühne. Als Jon Snow respektive (vorsicht Spoiler!) Aegon Targaryen gelangte der Brite mit der TV-Serie "Game of Thrones" zu Weltruhm. Er unterhielt das Publikum mit Blicken hinter die Kulissen der Serie und trockenem Humor.

Bevor Harington die .Next ausklingen liess, gab es einen weiteren Tag voller Keynotes und Produktpräsentationen. In zahlreichen Breakout Sessions erfuhren die Besucher von Nutanix und seinen Partnern Einzelheiten aus der Welt der Hyperconverged Infrastructure (HCI). DevOps Solutions Architect Jose Luis Gomez und Senior Technical Marketing Engineer Michael Haigh zeigten beispielsweise, wie sich eine Cloud Native Application auf der Nutanix-Plattform einrichten lässt.

DevOps Solutions Architect Jose Luis Gomez (l.) und Senior Technical Marketing Engineer Michael Haigh demonstrierten die Container-Fähigkeiten von Nutanix. (Source: Netzmedien)

Gomez und Haigh spielten dazu auf der ganzen Klaviatur des Nutanix-Angebots. Zunächst ging es aber darum, zu erklären, was eine Cloud Native Application eigentlich ist. Dabei handle es sich um Programme, die in Containern laufen und dadurch für den Einsatz in Cloud-Umgebungen prädestiniert seien. Die Container bringen nämlich alles mit, was für die Ausführung der App benötigt wird. Die Apps sind mit den Plattformen verschiedener Provider kompatibel und als Microservices auf agile Entwicklung ausgelegt. Speicher und Datenbanken werden per Schnittstellen angebunden.

Nutanix bietet verschiedene Tools für den Einsatz von Cloud Native Applications an. Mit "Objects", "Volumes" und "Files" lassen sich laut Gomez und Haigh die von der App benötigten Speichermedien und Zugriffsberechtigungen managen. "Karbon" hilft beim Einrichten eines Kubernetes-Clusters und der dazu benötigten Ressourcen. Die von der App benutzten Datenbanken bindet Nutanix mit "Era" an. Die Apps selbst könne der Kunde dann mit "Calm" verwalten - parallel in der Cloud und on-premise. Die Überwachung des Ganzen übernehme dann "Epoch". Der Clou: Alle diese Funktionen könnten Kunden auf der zentralen Nutanix-Plattform "Prism" verwalten, versprachen Gomez und Haigh.

Nutanix Schweiz war mit Beat Müller (Manager Systems Engineering), Dominique Wuethrich (Channel Sales Manager), Tiziana Giorgetti (Field Marketing Manager) und Florian Koeppli (Country Manager) an der .Next zu Besuch. (v.l., Source: Netzmedien)

Das wohl komplizierteste Foto der Welt

Im vergangenen April sorgte das erste Foto eines Schwarzen Lochs für Furore. Wie das Bild entstand, erklärte Katie Bouman, Assistenzprofessorin für Informatik und Mathematik an der Caltech in Pasadena. Was auf den ersten Blick wie ein mässig eindrucksvolles Foto aussehe, habe tatsächlich grossen Aufwand und viel Kooperation benötigt, sagte sie.

Radioteleskope auf der ganzen Welt hätten die um das Schwarze Loch fliessende Strahlung im Zentrum der Riesengalaxie "M87" aus verschiedenen Richtungen und zu verschiedenen Zeitpunkten fotografiert. Die so entstandene, mehrere Petabyte grosse Datenmenge fügten die Forscher in einer monatelangen Analyse mit Algorithmen zu einem möglichst vollständigen Bild zusammen. So entstand am Ende ein Foto, das dem tatsächlichen Aussehen des 55 Millionen Lichtjahre entfernten Himmelskörpers wohl am nächsten kommt.

Katie Bouman fotografiert Schwarze Löcher. (Source: Netzmedien)

Jon Snow mal heiter

Das letzte Wort hatte schliesslich Kit Harington. Anders als aus Game of Thrones gewohnt, war der Schauspieler und Filmproduzent zu vielen Scherzen aufgelegt. Er erzählte, wie er Schauspieler wurde und schliesslich im Cast des Fantasy-Hits landete. Und das, obwohl er nach dem Lesen des ersten Drehbuchs dachte, darin ergebe alles keinen Sinn. Der Aufwand habe ihn allerdings beeindruckt, sagte Harington im Gespräch mit Julie O’Brien, bei Nutanix SVP fürs Corporate Marketing.

Glaubt man Harington, trieben Schauspieler und Produzenten auf dem Set von Game of Thrones allerhand Schabernack. Ihn habe man zeitweise im Glauben gelassen, Jon Snow habe für den Rest der Serie ein wüst entstelltes Gesicht. Für John Bradley, Darsteller von Samwell Tarly, liess Harington einmal ein sehr fragwürdiges Kostüm schneidern und machte ihm weiss, er müsse darin auftreten.

Die Rolle des Jon Snow sei allerdings kein Zuckerschlecken gewesen, so der Schauspieler. "Einen Drachen zu reiten ist wirklich übel, vor allem als Mann", sagte er. Der Dreh sei dreckig, anstrengend und entbehrungsreich gewesen. Erschwerend kam hinzu, dass die Teams oftmals ausgetauscht wurden. Dies habe es fast unmöglich gemacht, Freundschaften mit den anderen Schauspielern zu schliessen. Und überhaupt hätte Harington lieber Tyrion Lennister gespielt - aber dafür war sogar er zu gross.

Und doch hatte Game of Thrones laut Harington auch seine guten Seiten. Der Drehort Irland habe es ihm etwa besonders angetan. Er anerkenne auch, dass die Serie die Dinge auf den Kopf stellte und dadurch disruptiv wirkte. Und nicht zuletzt vermisse er es ab und zu auch, mit anderen Leuten Pelzmäntel überzustreifen, mit dem Schwert nach draussen zu gehen - und dafür bezahlt zu werden. Es war ein einzigartiges Spektakel, sagte Harington.

Die nächste Ausgabe der .Next soll laut Nutanix im Oktober 2020 in Paris stattfinden. Was an der Konferenz am ersten Tag lief, erfahren Sie hier.

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