Customer Experience Center

Das sind die neuen Büros von BT in Zürich

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BT zeigt seinen Kunden den neuen Showroom in Wallisellen. Zu sehen gibt es Produkte in den Bereichen IT-Netzwerke, Security und Collaboration. An einem Medienfrühstück gab die neue Schweiz-Chefin Nadja Risse Einblick in ihre Strategie.

Microsoft, Canon, Hitachi – an der Richtistrasse in Wallisellen reiht sich ein IT-Unternehmen ans andere. Auch der britische Telekommunikationskonzern BT hat sich hier niedergelassen und lud am 21. Oktober Journalisten zum Medienfrühstück. Gezeigt wurden der neue Showroom – "Customer Experience Center" genannt, aber auch das neu gestaltete Grossraumbüro.

Lange sei BT vor allem für seine Kabelnetze bekannt gewesen, führte Country Host Schweiz Nadja Risse zu Beginn der Veranstaltung aus. Die Firma habe sich jedoch weiterentwickelt: "Wir sind nicht nur Netze. Aber ohne Netze geht nichts". Künftig wolle man sich mehr als Serviceanbieter denn als Netzanbieter positionieren, und es sei ein Ziel der neu gestalteten Niederlassung, die Veränderung innerhalb des BT-Konzerns sichtbar zu machen. Die Räume sollten auch die Möglichkeit schaffen, neue Arten des Arbeitens auszuprobieren und mehr Kontakte mit den Kunden zu pflegen. Denn: "Wir waren nicht super sichtbar am Markt. Wir machten zwar einen guten Job, redeten aber nur wenig darüber", sagte Risse während der Präsentation.

Neues Büro, neues Logo. (Source: Netzmedien)

Hier testet die Chefin noch selbst

Nach der Begrüssung führte Risse durch die neuen Büros in Wallisellen. Vorbei an lila Wänden mit den neuen Firmenlogo gab es schallisolierte Telefonzellen, Sportgeräte und mehrere Arbeitsmöglichkeiten abseits der normalen Bürotische zu sehen. In den neuen Konferenzräumen prangen Schwarz-Weiss-Fotografien von Schweizer Grossstädten. Chefin Nadja Risse berichtet, dass sie für die Einrichtung des Büros selbst 20 Stühle getestet hat und barfuss über verschiedene Teppiche gelaufen ist.

Der Kern der Besichtigung war allerdings der neue Showroom für Kunden.
Mark Pendleton, Customer Options Advisor bei BT, stellte das Software-defined WAN des Unternehmens vor. Die Kontrolle des Netzwerks lässt sich über die Cloud per Browser steuern. Das Dashboard kann den aktuellen Traffic in Form von Heatmaps anzeigen. Zudem liessen sich auch Fehler in Software und Hardware genau aufspüren, sagte Pendleton. So können ebenfalls die direkten Auswirkungen auf die Applikationen nachverfolgt werden.

Mark Pendleton, Customer Options Advisor, BT (Source: Netzmedien)

Ian Henderson, Network Security Spezialist bei BT, sprach über die Herausforderungen im Bereich Sicherheit. Ausser der Cloudmigration und der Einhaltung von nationalen Richtlinien nannte er die Cybersicherheit als wichtigen Punkt. Am Beispiel eines Trigger-Events präsentierte Henderson die in Entwicklung befindliche Plattform Nexus. Mit viel Rechenleistung, Machine Learning und Clustering konnte BT damit zwei Cyberkriminelle überführen.

Ian Henderson, Network Security Spezialist, BT (Source: Netzmedien)

Die Präsentation im Showroom endete mit Mercè Grau Muñoz, Sales Spezialist bei BT. Sie präsentiere BTs neue Web-X-Lösung für Microsoft Teams. Damit lassen sich plattformübergreifend Videokonferenzen durchführen, egal welche Hard- und Software die Teilnehmer verwenden. BTs Zielsetzung ist es, alles zu integrieren, was der Kunde benötigt.

Mercè Grau Muñoz, Sales Specialist, BT (Source: Netzmedien)

Dass der Security-Bereich einen wichtigen Stellenwert bei BT einnimmt, wurde immer wieder verdeutlicht. Mehrfach wurde auf die 3000 Mitarbeiter verwiesen, die sich Sicherheitsfragen annehmen. Es sei der am schnellsten wachsende Bereich bei BT, zumal Unternehmen weltweit auch bereit seien, mehr dafür zu investieren. Dabei werde gezielt auch mit "guten Hackern" zusammengearbeitet, die etwa Systeme von Banken, aber auch vernetzte Autos auf Schwachstellen überprüfen. Dass sogenannte Pentests auch in der Schweiz immer beliebter werden, zeigte sich auch an der Cyberstorm Konferenz in Bern, wie Sie hier lesen können.

Nadja Risse ist seit bald einem Jahr bei BT in Zürich. Wie Sie hier lesen können, stiess sie zu BT, um den neuen globalen Vertriebsbereich "Healthcare and Life Sciences" aufzubauen. Hierbei werden nicht klassische Healthcare-Ökosysteme entwickelt – dafür existiert eine eigene Abteilung in Grossbritannien. Vielmehr werde der Markt vertikal segmentiert, da Life-Sciences- und Pharma-Unternehmen ähnliche Anforderungen an ihre IT-Systeme stellen. Ab sofort zeichnet Nadja Risse für sämtliche Geschäftsaktivitäten auf dem Schweizer Market verantwortlich.

Zeit für den Aufbau

Überraschende Herausforderungen habe sie in ihrem ersten Jahr mit BT kaum erlebt, sagte Risse auf Nachfrage. "Wenn man zwei, drei Jahre nicht wirklich präsent war, ist es ganz wichtig, dass man Aufbauarbeit leistet". Die Hauptherausforderung sei immer die Zeit: "Die Kunden und die Technik verändern sich, die Dinge werden immer komplexer, und wir müssen immer schneller sein". Zudem sei es wichtig gewesen, die Leute im Team zu motivieren, auch mit den neuen Technologiethemen aktiv auf die Kunden zuzugehen.

Rund 70 Personen arbeiten in der BT-Niederlassung in Wallisellen. Es seien Mitarbeiter aus zwölf verschiedenen Ländern und verschiedener Altersgruppen. Der Anteil weiblicher BT-Mitarbeiter in der Schweiz betrage derzeit 28 Prozent und nehme ständig zu. Diversität bei BT werde durch eine entsprechende Arbeitskultur bewusst gefördert, erklärte Risse: "Diversity hat viel mit einem positiven kulturellen Umfeld zu tun; mit einer Kultur, die nicht nur Alibi-Diversität möchte, sondern wirkliche Diversität". Zukünftig wolle sie sich dafür einsetzen, dass etwa in der Hierarchiestufe unter ihr mehr Frauen arbeiteten. Dafür engagiert sich Risse auch in der Initiative "Women into Leadership". Auf Nachfrage bestätigte BT, dass sie in der Schweiz zur Zeit keinen Menschen mit Behinderung beschäftigen.

Die Schweiz stellt für BT neu einen eigenen "Market" dar – bislang war die Schweiz als Teil einer grösseren Region geführt worden. Gefragt, ob sie der nahende Brexit beunruhige, verneint Nadja Risse. Der Brexit sei zwar ein emotionales Thema unter den BT-Mitarbeitern. Er sei polarisierend, frustrierend und dauere auch einfach zu lange. "Als Business ist es für uns aber kein Thema. Wir werden weiterhin international tätig sein und unsere Kunden rund um die Welt unterstützen. Auch zukünftig würden die NATO und die EU weiterhin Geschäfte mit englischen Firmen machen.

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