Eigene Konten und App-Zahlungsdienste

Google und Facebook legen sich mit der Bankenwelt an

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Zwei IT-Giganten aus den USA eröffnen eine neue Front in der Eroberung des Finanzmarkts. Google will eigene Konten anbieten, Facebook App-Zahlungen ermöglichen. Und wie reagiert die Branche? Sie macht mit.

(Source: Attentie Attentie/unsplash)
(Source: Attentie Attentie/unsplash)

Die Vorstösse von IT-Unternehmen in die Finanzbranche sind um zwei Exempel reicher. Nach Apples Kreditkarte aus Titan und der Kryptowährung Libra haben Facebook und Google zwei neue Projekte bekannt gegeben. Google will eigene Bankkonten anbieten, wie "T3N" berichtet. Facebook hat laut "Golem" ein Zahlungssystem für seine Apps vorgestellt.

"Google Cache" soll Kunden Girokonten zur Verfügung stellen. Das Produkt werde allerdings nicht direkt als Marke von Google auftreten, sondern unter der Marke von Partnerbanken.

An Bord seien die US-amerikanische Citigroup sowie eine genossenschaftliche Bank aus Stanford. Google überlege, die Konten gebührenfrei anzubieten, habe VP Product Management Caesar Sengupta gegenüber dem Wall Street Journal gesagt.

Mit "Facebook Pay" wolle das gleichnahmige Unternehmen seinen Nutzern ermöglichen, Geld direkt aus Apps zu versenden. Der Dienst stehe zum Start nur Facebook selbst und dem hauseigenen Messenger zur Verfügung, später soll er auch in Instagram und Whatsapp Einzug halten - vorerst allerdings nur in den USA. Auch eine Anbindung an Apps von anderen Herstellern sei geplant.

Facebook Pay unterstütze Kredit- und Debitkarten. Zahlungen würden von Partnerunternehmen wie Paypal und Stripe abgewickelt. Facebook wolle den neuen Service nach und nach auch in anderen Märkten anbieten. Er sei unabhängig vom Libra-Projekt.

Die digitalisierte Finanzwelt war auch Thema am Swiss Payment Forum 2019. Lesen Sie hier, wie wir morgen zahlen werden.

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