Top-500-Liste

Weniger Schweizer, mehr chinesische Supercomputer

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Die Schweiz ist weiterhin in den Top 10 der Nationen mit den schnellsten Supercomputern der Welt. Allerdings befinden sich in der aktuellen Top-500-Liste nur noch insgesamt zwei, statt bisher vier, hiesige Supercomputer. Die meisten Systeme auf der Liste stehen in China.

(Source: The Sunway TaihuLight Supercomputer: System and Applications", Sci. China Inf. Sci., 2016, 59(7): 072001)
(Source: The Sunway TaihuLight Supercomputer: System and Applications", Sci. China Inf. Sci., 2016, 59(7): 072001)

Der sechstschnellste Supercomputer der Welt steht in der Schweiz. Er heisst Piz Daint und befindet sich im Nationalen Hochleistungsrechenzentrum der Schweiz (CSCS) in Lugano. Wie die Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt zeigt, ist er mit seinen 21,3 Petaflops der schnellste Rechner in Europa. In den Top 10 hat sich verglichen mit der letzten Auswertung im Juni nichts verändert. Platz eins und zwei gehören weiterhin den USA mit den Supercomputern Summit und Sierra von Hersteller IBM. An dritter Stelle ist der Sunway TaihuLight von NRCPC, der im chinesischen National Supercomputing Center in Wuxi steht.

In der neuen Top-500-Liste hat die Schweiz zwei Supercomputer weniger, als noch im Juni. Damals waren es insgesamt vier, jetzt noch zwei. Abgesehen vom Piz Daint von Hersteller Cray schaffte es der Piz Daint Multicore (Platz 185), der sich ebenfalls im CSCS in Lugano befindet, auf die Liste.

China hat mehr Rechner, aber die USA mehr Leistung

Zugelegt hat vor allem China. Besass das Land vor sechs Monaten noch 219 der Top-500-Supercomputer, sind es nun 227. Die USA befinden sich mit 118 Geräten auf dem gleichen Stand wie im Juni. Allerdings sind die US-Rechner leistungsstärker. Sie machen 37,8 Prozent der Gesamtleistung aus – vor sechs Monaten waren es 38,4 Prozent. Bei den chinesischen Computern sind es 31,9 Prozent – vor sechs Monaten machten sie 29,9 Prozent aus.

Am drittmeisten Supercomputer besitzt Japan mit 29 Systemen. Danach folgen Frankreich mit 18, Deutschland mit 16, die Niederlande mit 15, Irland mit 14 und das Vereinigte Königreich mit 11 Superrechnern.

Bei den Herstellern hat Lenovo mit 174 Systemen die Nase vorn. Auf Platz zwei ist Sugon (71 Computer) und an dritter Stelle Inspur (65 Geräte).

Länder investieren Millionen in die Erforschung von Quantencomputern. Wie die Superrechner funktionieren, können Sie hier nachlesen.

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