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Vorsorge: Digital, what else!

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Banking ist oftmals sperrig, papierlastig und wenig auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Das gilt auch beim wichtigen Thema der privaten Vorsorge. Fintech und technologische Möglichkeiten demokratisieren gerade den Säule-3a-Markt.

(Source: Barbara Hess - pictura.ch)
(Source: Barbara Hess - pictura.ch)

Covid-19 verändert die Welt: weniger Globalisierung, mehr Digitalisierung – und mehr Schulden. Schätzungen zufolge werden die Staatsschulden in der westlichen Welt – jeweils im Verhältnis zum BIP – bis 2021 um 15 bis 25 Prozentpunkte steigen. Der Schuldenturm wird so hoch sein wie nie zuvor. Auch die Schweiz bleibt nicht verschont: Fast über Nacht schnellte der Schuldenberg der Eidgenossenschaft um mindestens 30 Milliarden Franken in die Höhe. Die Coronapandemie hat die Schuldenbremsen weggespült und der Effort der letzten zwölf Jahre – Abbau von 30 Milliarden Schulden – ist weggeschmolzen.

Mit tiefen Zinsen werden die Zentralbanken rund um den Erdball die Finanzrepression weiterführen. Zudem rechnet der Markt damit, dass die Leitzinsen lange Zeit auf dem derzeitigen Niveau verharren, was letztlich einer Enteignung der Sparer gleichkommt. Anleger – und das sind wir alle – müssen sich der neuen Ausgangslage anpassen. Das einfachste Vorgehen ist aus dem Volksmund bekannt: "Spare in der Zeit, so hast du in der Not." Auf diesem Prinzip basiert die private Vorsorge, die noch nie so wichtig war wie heute. Die Altersrenten aus der AHV und der Pensionskasse reichen in den wenigsten Fällen, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Sicheres Verlustgeschäft

Um Vorsorgelücken im Alter zu vermeiden, sollten Herr und Frau Schweizer daher in die 3. Säule einzahlen. Doch nur jeder zweite Schweizer tut dies! Damit nicht genug: Drei von vier Säule-3a-Sparern setzen auf das Kontosparen, deren Renditen mehr oder weniger bei null liegen. Rechnet man die Teuerung hinzu, gleicht das Säule-3a-Sparen einem sicheren Verlustgeschäft. Hinzu kommt, dass viele Sparer weder ihre 3a-Lösung mit Konkurrenzangeboten vergleichen noch den aktuellen Zins auf ihrem 3a-Konto kennen.

Das Problem der Konsumenten ist, dass sie den heutigen Nutzen höher bewerten als einen abstrakten Nutzen in der Zukunft. Soll das Geld auf dem Konto "chillen" und regelrecht brachliegen oder soll aus Geld Vermögen werden? Hier kommt der Zinseszins-Effekt zum Tragen. Dieser kommt zustande, wenn die Erträge einer Geldanlage bei der Auszahlung nicht abgezogen, sondern wieder zur Anlage addiert werden. Die exponentielle Wirkung des Zinseszinses entfaltet sich vor allem über lange Sparzeiträume, wie das bei Vorsorgegeldern der Fall ist. Das grösste Ertragspotenzial liegt also im Wertpapiersparen.

Digital, what else

Es war noch nie so einfach wie heute, das Vorsorgegeld langfristig und kosteneffizient anzulegen. Ob Gross- oder Kleinanleger, alle haben dieselben Chancen. Dank Technologie wird ein teurer und intransparenter Markt demokratisiert. Das haben mehrere Fintechs entdeckt und greifen den 123-Milliarden-Franken-Markt an. Auch eine Handvoll etablierter Finanzinstitute hat die Zeichen der Zeit erkannt: Sie bieten Zugang zu erstklassigen Anlagestrategien und das zu bedeutend tieferen Kosten, als was bisherige Vorsorge-Wertpapierlösungen kosten.

Nur mit Wertpapiersparen wird die Vorsorge das bieten können, was sie verspricht: den Lebensstandard im Alter zu sichern. Und die digitale Ära bringt kundenfreundliche und kosteneffiziente Dienste auf den Markt. Jetzt muss man nur noch wollen.

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