Ransomware im Spital

Frau stirbt nach Cyberangriff in deutschem Krankenhaus

Uhr
von adi, Watson

Im Universitätsspital Düsseldorf ist eine Frau gestorben - eine Ransomware hatte das Krankenhaus lahmgelegt. Es könnte der erste Todesfall sein, der in direktem Zusammenhang mit einem Cyberangriff steht.

(Source: PashaIgnatov / iStock)
(Source: PashaIgnatov / iStock)

Eine Frau ist während eines Cyberangriffes (mit einer sogenannten Ransomware) im Universitätsspital Düsseldorf gestorben. Das Krankenhaus konnte zum Zeitpunkt der Attacke keine Notfallpatienten behandeln, weshalb die Frau in ein anderes Spital verlegt wurde. Es könnte demnach der erste Todesfall sein, der in direktem Zusammenhang mit einer Cyberattacke steht, berichtete Associated Press (AP).

 

 

Laut dem deutschen Sender RTL war die Attacke ursprünglich nicht für das Krankenhaus gedacht. Die Erpressungssoftware sei für eine nahe gelegene Universität bestimmt gewesen. Die Angreifer stoppten den Angriff kurz nachdem bekannt wurde, dass sie das Spital getroffen hatten.

Was ist eine Ransomware?

Ransomware ist eine Art Erpressungssoftware, die den Zugriff auf ein Computersystem blockiert, um das Opfer zum Bezahlen zu zwingen. Kriminelle verschaffen sich Zugriff zu Daten, deren Nutzung oder auf das ganze Computersysten. Dabei werden diese Daten auf dem Computer verschlüsselt (Zugriff verhindert), um für die Freigabe ein Lösegeld in Form von Kryptowährungen zu fordern.

Gesundheitseinrichtungen sind eines der beliebtesten Ziele für Cyberangriffe. IT-Sicherheitsexperten warnen seit Jahren, dass die meisten Krankenhäuser nicht gut genug darauf vorbereitet seien. Sie seien stark auf medizinische Technik wie Radiologiegeräte angewiesen, die häufig mit dem Internet verbunden sind. Fallen diese aus, kann das schwerwiegende Folgen für die Patientinnen und Patienten haben.

 

 

Die deutschen Behörden untersuchen derzeit den Tod der Frau. Falls die Verlegung in ein anderes Krankenhaus für ihren Tod verantwortlich ist, könnte die Justiz den Cyberangriff als Mord behandeln.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Watson.ch.

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