Italien soll Swisscom-Tochter verbieten, mit Huawei zusammenzuarbeiten
Laut anonymen Quellen darf die Swisscom-Tochter Fastweb beim Aufbau des 5G-Netzes nicht auf Huawei setzen. Zuvor hat auch schon die schwedische Regierung die Nutzung der chinesischen Ausrüster Hauwei und ZTE untersagt. Davon könnte Ericsson profitieren.
Die italienische Regierung hat der Swisscom-Tochter Fastweb angeblich verboten, für den Aufbau eines 5G-Netzes mit Huawei zusammenzuarbeiten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf anonyme Quellen. Fastweb wollte Huawei als einzigen Ausrüster für das 5G-Netz nutzen. Dagegen habe die italienische Regierung das Veto eingelegt. Fastweb solle auf eine breitere Lieferantenbasis setzen.
Ähnlich wie die USA und Grossbritannien soll nun auch Italien mit strikteren Verordnungen Stellung gegen Huawei beziehen. Deswegen lud Telecom Italia Huawei nicht ein, ein Angebot für eine 5G-Ausrüstung zu machen. Laut dem Bericht haben italienische Telkos Opt-out Klauseln in ihren Verträge mit Huawei eingebaut, falls die Regierung kostspielige Anforderungen stellt.
Verbot von chinesischen Ausrüstern in Schweden
Zuvor wurde bereits bekannt, dass auch Schweden die chinesischen Anbieter vom Aufbau ihres 5G Netzes ausschliesst. Zudem muss bereits installiertes Equipment bis Januar 2025 abgebaut werden, wie die Zeit berichtete.
Wie Italien berufe sich auch Schweden auf Sicherheitsbedenken. Deswegen beschloss Schweden am Anfang des Jahres ein Gesetz, das verhindern soll, dass die Nutzung von Mobilfunkfrequenzen die nationale Sicherheit in Gefahr bringen. Die Sicherheitsbedenken wurden von den USA in den Raum gebracht. Diese werfen Huawei eine zu grosse Nähe zur kommunistischen Partei und dem chinesischen Militär vor und haben das Unternehmen als erste verboten. Grossbritannien zog im Juli nach und verbot die Verwendung von Huawei-Technologie für den Ausbau der 5G-Netze ebenfalls.
Laut Bericht könnte der einheimische Hersteller Ericsson in Schweden profitieren. Aber auch Nokia, Samsung oder IT-Konzerne wie Microsoft könnten vom Verbot profitieren. Microsoft hat im Oktober ebenfalls angekündigt, durch Satellitenverbindung Cloud-Kapazität überall zur Verfügung stellen wollen, mehr dazu lesen sie hier.
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