U-Blox rutscht in die Verlustzone
Die Coronakrise drückt aufs Geschäft von U-Blox. Der Thalwiler Halbleiterdesigner bilanzierte sein Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatzminus. Unter dem Strich schreibt das Unternehmen Verlust.
Der Thalwiler Chipdesigner U-Blox hat für das Geschäftsjahr 2020 eine durchzogene Bilanz vorgelegt. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um rund 13 Prozent auf 333,5 Millionen Franken.
Auch die Profitabilität sank. Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) weist einen Verlust aus: minus 64,8 Millionen Franken. Im Vorjahr stand noch ein Plus von 22,1 Millionen Franken in den Büchern.
Lockdowns verzögern Investitionsentscheide
Insbesondere in der EMEA-Region harzte das Geschäft. Hier schrumpften die Erlöse des Unternehmens um knapp 20 Prozent gegenüber Vorjahr. Als Grund nennt U-Blox die durch die Coronakrise geschwächte Nachfrage aufseiten von Automobilzulieferern und Mobilitätsanbietern. Die längeren Lockdowns hätten Investitionsentscheide verzögert, heisst es in der Mitteilung.
In der zweiten Jahreshälfte habe das Geschäft allerdings wieder angezogen. Per Ende Jahr seien die Auftragsbücher so voll gewesen wie noch nie, heisst es weiter. Der Auftragsbestand sei derzeit etwa viermal so hoch wie im Sommer letzten Jahres. Dementsprechend signalisiert U-Blox Zuversicht für das laufende Geschäftsjahr.
Im vergangenen August geriet U-Blox ins Visier des Börsenüberwachers: Die Kontrollstelle der Schweizer Börse eröffnete eine Untersuchung gegen den Schweizer Chiphersteller. Das Unternehmen soll anderthalb Jahre lang gegen Meldepflichtvorschriften verstossen haben.
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