Weniger Stellen für Informatiker

So wirkt sich die Pandemie auf den Schweizer Arbeitsmarkt aus

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von Kevin Fischer und jor

Die Pandemie hat Spuren im Schweizer Arbeitsmarkt hinterlassen. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen schrumpfte - auch in der ICT-Branche.

(Source: Rainer Sturm / Pixelio.de)
(Source: Rainer Sturm / Pixelio.de)

Der Schweizer Arbeitsmarkt für Informatiker hat sich zwar erholt, doch im Jahresvergleich schrumpfte die Zahl der ausgeschriebenen Stellen. So lautet eines der Ergebnisse einer Auswertung des Beratungsunternehmens Novalytica und des HR-Tech-Unternehmens x28. Waren im Frühling des Vorjahres noch die Arbeitsmärkte verschiedener Branchen betroffen, seien im neuen Jahr vor allem Gastronomie und Hotellerie unter den Vorjahreswerten geblieben.

Viel weniger Stellen im Schweizer Arbeitsmarkt

Seit Mitte März 2020 bis Mitte März 2021 sind gemäss Mitteilung im Schweizer Arbeitsmarkt über 90'800 weniger Stellenanzeigen erfasst worden als in der Vorjahresperiode. Bei 506'000 Stellenanzeigen im Jahr 2019 entspricht das einem Rückgang von 18 Prozent.

Gegen Ende 2020 erholte sich der Arbeitsmarkt, im Januar 2021 habe es sogar mehr Stellenanzeigen gegeben als im Vorjahr. Novalytica und x28 vermuten, dass dieser Umstand primär auf die Arbeitswochen und die kürzeren Ferien zurückzuführen ist. Freizeit- und Ferienaktivitäten seien nur bedingt möglich gewesen.

Im Februar 2021 gab es 35'700 Stellenanzeigen, was mit 8700 weniger Anzeigen als im Vorjahr einem Minus von 19,8 Prozent entspricht. Auch in der ersten Märzhälfte dieses Jahres war der Wert gemäss Mitteilung 15 Prozent tiefer als im Frühjahr 2020.

Die meisten Branchen haben sich wieder erholt

Die zehn Branchen mit den meisten Stellenausschreibungen sind unterschiedlich von der Pandemie betroffen. Informatik, Gesundheitswesen, Öffentliche Verwaltung, Baugewerbe, Sozialwesen und Bildung weisen im Schnitt einen Rückgang von 12 Prozent auf, wie es weiter heisst.

Dieser Rückgang sei primär auf den Frühling 2020 zurückzuführen, als noch grosse Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie herrschte. Ausserdem seien viele Unternehmen stark davon absorbiert gewesen, ihre Geschäftstätigkeiten ins Homeoffice zu verlagern. Diese Branchen hätten ihr Rekrutierungsverhalten aber seit Sommer 2020 beinahe auf Vorjahresniveau gehalten.

Gastronomie und Hotellerie schreiben am wenigsten aus

Über 20 Prozent weniger Stellen wurden in den Branchen Detailhandel, Grosshandel und Finanzdienstleistungen verzeichnet. Der Detail- und der Grosshandel erholten sich in der zweiten Hälfte 2020, doch seien die Werte im Januar 2021 wieder deutlich unter den Vorjahreswerten. Die Finanzdienstleister haben gemäss Mitteilung im ganzen letzten Jahr weniger Kräfte eingestellt, sich zum Jahresbeginn aber wieder einstellungsfreudiger gezeigt.

Es überrascht wenig, dass der Arbeitsmarkt in der Gastronomie sowie in der Hotellerie von den bestehenden Umständen am meisten betroffen war. Im Vergleich zum Vorjahr sind von Mitte März 2020 bis Mitte März 2021 insgesamt 46 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben worden. Im Jahr 2019 habe es also beinahe doppelt so viele Stellenausschreibungen gegeben.

Falls jemand im IT-Bereich eine neue Stelle findet, kann er sich glücklich schätzen, wenn es bei einem der beliebtesten IT-Arbeitgeber der Schweiz ist. Welche das gemäss "Handelszeitung" und "Le Temps" sind, erfahren Sie hier.

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