MSM Research

Pragmatismus und Profitstreben prägen die Projektthemen

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Die Pandemie hat die Projektkarten zumindest kurzfristig neu gemischt. In vielen Unternehmen hat die Krise die Taktrate der digitalen Transformation erhöht und entsprechenden Projekten eine hohe Priorisierung verschafft. Allerdings zeigen Studienergebnisse mit Blick auf die Digitalisierungsprojekte ein polarisiertes Bild.

Wie unterschiedlich Digitalisierungsprojekte angegangen werden, hängt in vielen Fällen damit zusammen, wie die entsprechenden Vorhaben praktisch durchgeführt und wie erfolgreich sie monetarisiert werden können. Gerade bei Projekten aus den Bereichen Internet der Dinge (IoT), Business Analytics, Data Driven Business (DDB) oder auch der künstlichen Intelligenz (KI) steht in Zeiten knapper Budgets die Frage nach dem Return on Investment und der Ausgabenpriorisierung im Vordergrund.

Wie Projekte priorisiert werden

Auch wenn aus rein strategischer Perspektive solche Projekte ebenso nach möglichen Wettbewerbsvorteilen (Differenzierung, Verkürzung der Reaktionszeiten) beurteilt und bewertet werden, so ist die Wirtschaftlichkeit in Zeiten der aktuellen Krise oftmals ein Killerkriterium. Und so wird auf der Grundlage einer wirtschaftlichen Überlegung mit kurzfristigen Zielen die Umsetzung eines Projekts mancherorts zumindest vorübergehend gestoppt. Dies oft auch zugunsten aktuell und kurzfristig notwendiger Massnahmen und Ausgaben wie etwa in den Bereichen Homeoffice, Remote Work, Sicherheit oder auch der Geschäftsprozessoptimierung.

Auf der anderen Seite sind es aber exakt diese genannten wirtschaftlichen und strategischen Überlegungen, die Verantwortliche aus anderen Unternehmen dazu veranlassen, am Projekt festzuhalten und dieses sogar noch weiter zu priorisieren. Sie erhoffen sich damit nicht nur konkrete, messbare Wettbewerbsvorteile, sondern einen ebenso positiven Schritt in Richtung einer erfolgreichen Monetarisierung ihrer Businessmodell-Transformation. Dies mit Blick auf die Kriterien Kostensenkung oder Erhöhung des Umsatzes beziehungsweise des Profits.

Ungeachtet dessen – und vielleicht etwas im Schatten der grossen Digitalisierungsthemen (wie IoT, DDB, KI) der vergangenen Jahre – haben sich die Themen Enterprise Content Management (ECM) und Dokumentenmanagement (DMS) zu weiteren, wesentlichen Pfeilern und Treibern der digitalen Transformation entwickelt. So haben 74 Prozent der Befragten im Rahmen unserer kürzlichen Studienarbeit zu Protokoll gegeben, die ECM-/DMS-Lösung als integralen Bestandteil ihrer Digitalisierungsstrategie definiert zu haben. Denn erfolgreich durchgängig digitalisierte Unternehmen zeichnet eines gemeinsam aus: kurze Reaktionszeiten auf der ganzen Bandbreite geschäftlicher Aktivitäten auf der Basis der digitalen Nutzbarmachung des Unternehmens-Contents (Dokumente, Daten, Informationen). Richtig eingesetzt und von den Mitarbeitenden optimal umgesetzt, sind ECM-/DMS-Lösungen ein idealer Weg zum digitalen Unternehmen. Und so ist es nicht überraschend, dass ECM und DMS neben Mobilität und Homeoffice sowie Security und Datenschutz zu den Top-3-ICT-Themen der Fachabteilungen für 2021 zählen.

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