Multicloud-Projekt

Swisscom will eigene IT mit AWS transformieren

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: cka

Swisscom hat eine Partnerschaft mit AWS unterzeichnet, um die eigene IT zu transformieren. Vorgesehen ist, dass Swisscoms 5G-Core auf einer hybriden Cloud-Infrastruktur laufen wird.

(Source: Dacian_G / iStock.com)
(Source: Dacian_G / iStock.com)

Swisscom hat Amazon Web Services (AWS) als bevorzugten Public-Cloud-Anbieter für die Unternehmens-IT ausgewählt. Der Schweizer Telko und Provider setzt bei der Transformation der eigenen IT auf die Lösungen des Public-Cloud-Marktführers. Ziel ist es vor allem, die Agilität zu erhöhen und die betriebliche Effizienz zu verbessern. Ausserdem sollen auch die Markteinführung neuer digitaler Funktionen und Dienste beschleunigt werden.

Bislang nutzte Swisscom intern die sogenannte Swisscom Cloud, wie Mediensprecher Christian Neuhaus sagt. Nun habe sich der Telko für ein hybrides Multi-Cloud-Modell entschieden, ergänzt er. Swisscom werde weiterhin in die Swisscom Cloud investieren. Ausgewählte interne Anwendungen sollen aber zu AWS in die Public Cloud wechseln.

"Die Nutzung verschiedener Clouds macht uns flexibler, unsere Services sind stabiler und es verbessert zudem die Kostenstruktur", erklärt der Pressesprecher. Die Partnerschaft mit AWS sei ein weiterer Schritt bei der Modernisierung ihrer Plattformen. "Wir profitieren von exzellenten Infrastruktur-Services sowie einer Vielzahl neuer Dienste wie Machine Learning, Spracherkennung und weitere."

Auf dem Weg zu einer hybriden 5G-Netzwerkarchitektur

Laut einer Mitteilung von AWS wird Swisscom "eine breite Palette von Kernanwendungen, die ERP, Operational Support System, Business Support System, Analytics, Contact Center und Communications Provisioning Workloads unterstützen, migrieren. Der Telko werde etwa auch die Analysefunktionen von AWS (Amazon Kinesis) anzapfen und ausserdem AWS Glue für einen serverlosen Datenintegrationsdienst sowie Redshift als Data Warehouse nutzen.

Auch im Bereich 5G wird Swisscom auf AWS-Technologien setzen. Konkret wird der Telko die Cloud als neue Grundlage für die 5G-Core-Architektur testen, die seinen 5G-Netzwerkverkehr verwaltet. Der Hyperscaler erklärt, dass diese Architektur auf einer hybriden Cloud-Infrastruktur mit der Infrastruktur von Swisscom und AWS Outposts in der Cloud-Region laufen soll, die AWS 2022 in Zürich eröffnen will.

"AWS leistet einen Beitrag zu unserer technologischen Basis und der Agilität, die wir brauchen, um neue Wachstumspotenziale zu erschliessen", lässt sich Christoph Aeschlimann, CTO und CIO von Swisscom, in der Mitteilung zitieren. "Dies wollen wir erreichen indem wir unsere IT-Services transformieren und eine robuste 5G-Kommunikation bereitstellen, die die Anforderungen unserer Unternehmens- und Privatkunden erfüllen."

Die strategische Zusammenarbeit von Swisscom mit AWS erfolgt zusätzlich zur Partnerschaft mit Microsoft, "deren Cloud-Produkte (Teams, Microsoft 365, etc.) wir intern nutzen und vermarkten", sagt der der Pressesprecher weiter.

Apropos 5G: Im April erreichte Swisscom einen Sieg vor Gericht. Das vom Genfer Grossen Rat im Jahr 2020 verhängte 5G-Moratorium wird aufgehoben, wie Sie hier nachlesen können.

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