OST macht Schweizer Firmen fit für die New Space Economy
Die Ostschweizer Fachhochschule lanciert einen CAS mit Fokus auf New Space Economy. Der Studiengang soll Firmen zeigen, wie sie mit Satellitendaten Risiken in der Lieferkette frühzeitig erkennen oder neue Wettbewerbsvorteile erschliessen können.
Der Weltraum bietet Unternehmen neue Chancen - deshalb lanciert die Ostschweizer Fachhochschule (OST) einen neuen Zertifikatskurs "CAS Chance Weltraum". Der Lehrgang soll Unternehmen neue Wege aufzeigen, wie sie auf erhöhte Zölle, geopolitische Verschiebungen und Lieferengpässe reagieren können, wie die OST mitteilt.
Ziel des von 20 bis 30 Fachleuten getragenen Kurses ist es, den Teilnehmenden zu zeigen, wie sie mithilfe von Satellitendaten konkrete Wettbewerbsvorteile erzielen oder globale Herausforderungen lösen. Im Kern geht es um die Frage, wie hochpräzise Satellitendaten und orbitale Systeme für Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen können.
Esther Omlin, Dozentin für Sicherheits- und Wirtschaftsrecht am IFL Institut für Finance und Law an der OST, Hanspeter Keel, Professor für Maschinentechnik, und Alex Heinemann haben zusammen den Zertifikatskurs aufgebaut. Im Kurs lernen die Teilnehmenden laut Mitteilung, "Chancen, Risiken und Auswirkungen der Weltraumwirtschaft für Unternehmen zu erkennen und einzuordnen sowie geeignete Finanzierungs- und Versicherungsmodelle zu beurteilen".
"Mithilfe von Satellitendaten kann ein Unternehmen beispielsweise überprüfen, ob Produktionsstätten von prognostizierten Unwettern betroffen sein könnten oder ob allfällige Probleme in der Lieferkette drohen", sagt Hanspeter Keel, Co-Leiter des CAS. So könnten Unternehmen Risiken antizipieren und proaktiv darauf reagieren, wovon laut Keel nicht nur global tätige Konzerne, sondern auch lokale Firmen profitieren.

Hanspeter Keel, Professor für Maschinentechnik und Co-Leiter des neuen CAS. (Source: zVg)
Mit dem Kurs reagiert die OST auf die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt - die sogenannte New Space Economy. Während früher fast ausschliesslich staatliche Organisationen wie NASA oder ESA Satellitendienste anboten, können heute auch kleinere Unternehmen eigene Satelliten nutzen, um unabhängige Daten zu empfangen.
Die Nutzung des Weltraums bringt laut Co-Leiterin Esther Omlin ausser den zahlreichen Chancen auch neue Herausforderungen bei Finanzierung, Versicherung, Cyberangriffen und Spionage. "Das reicht bis zur Frage, wer dafür haftet, wenn ein Satellit aus der Umlaufbahn gerät und andere Satelliten beschädigt."

Esther Omlin, Dozentin für Sicherheits- und Wirtschaftsrecht am IFL Institut für Finance sowie Law an der OST und Co-Leiterin des neuen CAS. (Source: zVg)
Politik fliegt auch Richtung All
Auch der politische Rahmen in der Schweiz entwickelt sich. So begann das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit der Umsetzung eines Kompetenzzentrums Weltraum. Ausserdem ist ein neues Schweizer Raumfahrtgesetz in Planung, das 2028 in Kraft treten soll. Im Fokus des Gesetzes stehen die Regulierung des Satellitenbetriebs und die Umsetzung im Einklang mit den Weltraumverträgen der UNO. Laut Esther Omlin schafft das neue Gesetz zudem Transparenz bei Genehmigungen, öffnet den Wettbewerb und wirkt als wirtschaftlicher Motor.
Übrigens: Im Januar 2026 stellte das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos eine neue Satellitenkonstellation vor. Terawave soll Elon Musks Starlink im Bereich Hochgeschwindigkeitsinternet Konkurrenz machen. Lesen Sie hier mehr dazu.
E-Mail-Betrüger erpressen Opfer mit erfundenem Datenpaket
Ihr Schweizer Microsoft Partner für digitale Verwaltung & Souveränität
Abraxas – für die digitale Schweiz
Inventage übergibt Führung an Co-CEOs
"Wir fokussieren uns auf die End-to-End-Integration von KI mit echtem praktischem Nutzen"
Update: Verband Angestellte Schweiz und Kuble starten KI-Thinktank
Abraxas baut neue Steuerlösung für Graubünden
"Digitale Souveränität entsteht nicht an einem einzelnen Punkt, sondern entlang der gesamten digitalen Kette"
OST macht Schweizer Firmen fit für die New Space Economy