Cyberangriff auf das Komitee "Ehe für alle"
Unbekannte haben das nationale Komitee "Ehe für alle" mit einer DDoS-Attacke angegriffen. Die Website des Komitees war zeitweise offline. Der Provider vermutet einen gezielten Angriff.
Das nationale Komitee "Ehe für alle" ist das Ziel einer Cyberattacke geworden. Ein Mitarbeiter hatte zunächst bemerkt, dass die Website des Komitees offline ist. Nachfragen beim Webhoster Hostpoint ergaben, dass die Seite mit einer DDoS-Attacke angegriffen wurde. Bei einer DDoS-Attacke wird ein Webdienst mit so vielen Anfragen überhäuft, dass dieser unter der Last zusammenbricht.
Gemäss Mitteilung verwaltet Hostpoint aktuell über 300'000 Websites. Lediglich die "Ehe für alle"-Seite wurde attackiert - auf alle anderen fänden zurzeit keine grösseren Angriffe statt. Daher gehe der Provider von einer gezielten Attacke aus. "Dies ist nicht nur ein Angriff gegen das Ja-Komitee, sondern gegen die ganze Schweizer Demokratie", sagt Kampagnenleiterin Olga Baranova.
Hostpoint habe Aufrufe aus dem Ausland gesperrt und verdächtige IP-Adressen manuell blockiert. Die Website war jedoch zeitweise offline. Wer dahinter stecke, lasse sich nicht eruieren. Die Attacken kommen laut dem Komitee zwar von ausländischen IP-Adressen - in der Mitteilung ist spezifisch von Thailand und Russland die Rede. Die Hintermänner des Angriffs könnten jedoch in der Schweiz sein, schreibt das Komitee.
Der Zürcher ISP iWay musste ebenfalls Erfahrungen mit DDoS-Attacken machen. Wie der neue CEO Markus Vetterli damit umging, lesen Sie hier im Interview.
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