Google schränkt Internetzugriff für Mitarbeitende ein
Im Rahmen eines Pilotversuchs deaktiviert Google den Internetzugriff für ausgewählte Mitarbeitende. Der Tech-Riese will damit das Risiko von Cyberangriffen minimieren.
Für einige Google-Mitarbeitende ist bald Schluss mit Surfen im Internet. Das Unternehmen schränkt im Rahmen eines Pilotversuchs den Internet-Zugriff für Mitarbeitende ein, wie "CNBC" berichtet.
Demnach habe Google erst 2500 Mitarbeitende für die Teilnahme vorgesehen. Daraufhin wird es vermutlich unzufriedene Rückmeldungen gehagelt haben, denn nun habe Google das Programm überarbeitet. Mitarbeitende könnten sich jetzt gegen eine Teilnahme entscheiden. Der Pilotversuch werde mit Freiwilligen durchgeführt.
Google wolle den Internetzugang auf ausgewählten Desktops einschränken - davon ausgenommen seien interne webbasierte Tools und Google-eigene Webseiten wie Drive und Gmail. Es gelte eine Ausnahmeregelung für Mitarbeitende, die das Internet zwingend für ihre Tätigkeit benötigten, schreibt "CNBC" weiter. Ausserdem sollen einige Mitarbeitende keinen Root-Zugang mehr erhalten. Sie könnten dadurch keine administrative Befehle ausführen oder Software installieren.
Mit diesen Restriktionen wolle Google das Risiko von Cyberangriffen verkleinern. Der Tech-Gigant und seine Mitarbeitende seien beliebte Ziele von Angreifern. In einem internen Schreiben, auf das sich "CNBC" bezieht, soll die Abschaltung der Internetzugänge dazu führen, dass Hacker keine Schadcode-Attacken ausführen oder Daten abgreifen könnten.
Die Lancierung dieses Projekts falle ausserdem in eine Zeit, in der Google unternehmensweit die Einführung von KI-gestützten Tools plant und versucht, seine Sicherheit zu erhöhen, wie es weiter heisst.
Hacker missbrauchen für ihre Phishing-Attacken häufig Logos von bekannten Tech-Unternehmen wie Google und Microsoft. Im zweiten Quartal 2023 wurden 29 Prozent der Angriffe im Namen von Microsoft und 19 Prozent im Namen von Google verübt.
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