EU-konformer digitaler Pass

Bloqsens und CSEM spannen für Schweizer Batteriepass zusammen

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von Alexandra Hüsler und lha

Bloqsens und CSEM Battery Innovation Hub arbeiten zusammen an einem EU-konformen digitalen Schweizer Batteriepass. Denn Anfang 2027 müssen alle in der EU zirkulierenden Batterien nachverfolgbar sein. Die Daten des Passes sollen fälschungssicher sein und von berechtigten Personen und stellen über einen QR-Code abgerufen werden können.

Über den QR-Code des Batteriepasses können spezifische Informationen abgerufen werden. (Source: zVg)
Über den QR-Code des Batteriepasses können spezifische Informationen abgerufen werden. (Source: zVg)

Ab dem 18. Februar 2027 müssen alle industriell verwendeten Batterien, die im EU-Raum zirkulieren oder dorthin exportiert werden, per Batteriepass identifizierbar und nachverfolgbar sein. Durch den Handel mit EU-Staaten müssen sich Schweizer Marktteilnehmer anpassen. Das Basler Unternehmen Bloqsens spannt nun laut eigenen Angaben mit dem Technologie-Innovationszentrum CSEM zusammenarbeiten, um einen EU-konformen digitalen Batteriepass für die Schweiz zu entwickeln. 

"Die Profis des CSEM Battery Innovation Hub bringen ihre erstklassige Batterie-Expertise in unser gemeinsames Vorhaben ein und wir können uns um alle IT- und Sicherheitsaspekte kümmern", lässt sich Bloqsens-CEO Peter Krummenacher zitieren. Der dabei entstehende Batteriepass entspreche den EU-Anforderungen und verwende eine dezentrale Speicherlösung, die Blockchain-Technologie nutzt, um die Daten fälschungssicher zu machen. Zudem können die Daten automatisch aktualisiert werden und berechtigte Personen und Stellen über die auf allen Batterien angebrachten QR-Codes auf spezifische Informationen zugreifen.

Der Batteriepass soll die Kreislaufwirtschaft für industrielle Batterien verbessern. Durch Anpassungen können laut Bloqsens beispielsweise Autobatterien für den Einsatz in Wohngebäuden umgerüstet werden, um Solarenergie zu speichern. So erhält die Batterie ein zweites Leben und trägt zu einer nachhaltigeren Zukunft bei. Zudem steht das Recycling von verwendeten Rohstoffen wie Nickel, Kobalt und Lithium im Fokus.

"Wir verfügen hierzulande über eine grosse Second-Life-Industrie, die schon heute zahlreiche Batterien einer neuen Funktion zuführt und damit die Nachhaltigkeit fördert", erklärt Andreas Hutter, Leiter des CSEM Battery Innovation Hub. Es sei für diesen Sektor von Bedeutung, weiterhin Batterien in die EU exportieren oder diese aus dem EU-Raum beziehen zu können.

 

Übrigens: Scale Energy will bis 2030 das grösste dezentrale Batteriespeicher-Netzwerk Europas bauen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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