"KI ist besonders kostensensitiv"
KI hat verschiedene Auswirkungen auf Rechenzentren. Was sie für Anbieter bedeutet, erklärt Yves Zischek, Managing Director, Digital Realty Switzerland. Interview: Tanja Mettauer
Was bedeutet künstliche Intelligenz für die Nachhaltigkeitsziele von Rechenzentren?
Yves Zischek: Rechenzentren sind die unsichtbaren, aber entscheidenden Partner hinter den bahnbrechenden KI-Anwendungen. Sie sind in Bezug auf Stromverbrauch pro Kilowatt die effizienteste und umweltfreundlichste Option, IT zu betreiben. Insbesondere grosse Rechenzentren ermöglichen durch Skaleneffekte und den Einsatz von Fachwissen in Planung und Management einen nachhaltigen IT-Betrieb. Der Energieverbrauch ist bei externen Rechenzentren um 30 Prozent geringer als bei intern betriebenen Einrichtungen und sie erreichen wesentlich niedrigere PUE-Werte. KI ist besonders kostensensitiv, insbesondere bei «stromhungrigen Anwendungen». Es besteht daher eine zunehmende Tendenz, solche Anwendungen an Orte zu verlagern, wo die Stromkosten niedriger sind. Auch spielt hier das Thema Connectivity eine wichtige Rolle, um verteilte KI-Implementierungen optimal zu vernetzen.
Wie macht sich der KI-Boom in Kundenaufträgen bemerkbar?
In der Schweiz ist KI bisher nur marginal verbreitet. Auch in Europa spürt man noch eine Zurückhaltung. Viele Unternehmen befinden sich in der Testphase, die sie bevorzugt inhouse durchführen. Generell stehen wir am Anfang der breiten Umsetzung dieser Technologien. Mit den neuen Anforderungen an Leistungsdichte und Kühlung entstehen neue Herausforderungen, die moderne Rechenzentren jedoch gut bewältigen können. Unsere Erfahrungen mit grossen Projekten in Dänemark, Frankreich und den USA ermöglichen es uns, hier erstklassigen Support zu bieten.
Welche Herausforderungen müssen RZ-Anbieter hinsichtlich Connectivity meistern?
Sie müssen Herausforderungen wie Latenzminimierung, Netzwerksicherheit, Skalierbarkeit, globale Vernetzung und Compliance bewältigen, was fortlaufende Investitionen in Technologie und Expertise erfordert. Bei verteilten Installationen, etwa aufgrund von Data Residency, sind Anbieter, die eine globale Plattform bieten können, besonders gefragt. Diese Anbieter ermöglichen eine reibungslose Integration verschiedener Services über Ländergrenzen hinweg, was die Effizienz und Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur erheblich steigert. Der Standort mit der besten Connectivity ist auch am besten geeignet, um eine optimale Anbindung der Endkunden zu gewährleisten.
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