Apple warnt vor Söldner-Spyware-Attacken
In mehreren Ländern warnt Apple iPhone-Nutzende vor Spyware. Die bei den Angriffen verwendete Söldner-Spyware wird oft mit staatlichen Akteuren in Verbindung gebracht. Betroffene sollen ihr iPhone in den Lockdown-Modus versetzen.
Apple warnt iPhone-Nutzende in 98 Ländern vor Spyware-Angriffen. Bei der eingesetzten Spyware soll es sich um eine Söldner-Spyware handeln. Die Malware wird wahrscheinlich über E-Mail, iMessage und Web-Verwaltung der Apple-ID eingeschleust, wie "Futurezone" berichtet.
Apple spricht in Zusammenhang mit den Angriffen davon, dass solche Attacken "historisch mit staatlichen Akteuren in Verbindung gebracht werden". Laut "Reuters" schrieb Apple zuerst von "staatlich geförderten" Angriffen, jedoch habe die indische Regierung Druck auf Apple ausgeübt, um die Formulierung ändern zu lassen. Nach ähnlichen Attacken im Oktober 2023 warf die Opposition der indischen Regierung vor, die Handys von Oppositionellen hacken zu wollen.
Auf seiner Support-Seite teilt Apple mit, dass die Angreifer versuchen, iPhones aus der Ferne anzugreifen. Dabei soll es sich um gezielte Angriffe handeln, denn meist seien einzelne Personen von den Attacken betroffen. Betroffene benachrichtigt Apple per E-Mail und iMessage an die in der Apple-ID hinterlegte E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Melden sich Betroffene bei appleid.apple.com an, wird zudem eine Bedrohungsbenachrichtigung angezeigt. Betroffene Geräte sollen laut Apple in den Lockdown-Modus versetzt werden.
Zum Lockdown-Modus auf iPhones lesen Sie hier mehr.

So kann die Bedrohungsbenachrichtigung auf appleid.apple.com aussehen. (Source: Apple)
Die Bedrohungsbenachrichtigungen führte Apple ein, weil seit 2021 solche Attacken immer häufiger vorkommen. Des Weiteren geht der US-Konzern juristisch gegen private Anbieter von Söldner-Spyware vor, so etwa gegen die NSO-Gruppe, welche die Spyware Pegasus entwickelte, zu der Sie hier mehr lesen.
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