HSG und IT-Logix erarbeiten Risikomanagement-Lösung
Die Universität St. Gallen hat mit dem IT-Beratungshaus IT-Logix und drei weiteren Unternehmen ein von Innosuisse gefördertes Forschungsprojekt durchgeführt. Das Projektziel galt der Entwicklung von Lösungsansätzen zur datenbasierten Analyse von Länderrisiken in globalen Produktionsnetzwerken.
Das Institut für Technologiemanagement der Universität St. Gallen (HSG) hat in Zusammenarbeit mit den Unternehmen IT-Logix, Endress+Hauser, Phoenix Contact und Weidmann ein Forschungsprojekt durchgeführt. Das Projekt wurde von Innosuisse, der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, gefördert, wie es in einer Mitteilung heisst. Ziel des Projekts sei die Unterstützung von Unternehmen bei der frühzeitigen Identifikation und Bewertung von Länderrisiken in globalen Produktionsnetzwerken. Die entwickelten Lösungsansätze seien in eine Softwarelösung integriert worden und sollen die datenbasierte Analyse zukünftiger Entwicklungen auf verschiedenen Ebenen ermöglichen.
Unternehmen seien durch die Abhängigkeit internationaler Netzwerke störungsanfälliger geworden. Diese Abhängigkeit werde durch geopolitische Konflikte sowie sozio-ökonomische Entwicklungen verdeutlicht. Daher sollen Unternehmen frühzeitig auf externe Einflüsse reagieren und strategische Entscheidungen anhand fundierter Risikoeinschätzungen treffen können. Dies stärke wiederum die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Schweizer Unternehmen auf globalen Märkten.
Im Fokus der Forschung sei somit die Entwicklung von Instrumenten zur Risikoerkennung und -bewältigung gestanden. IT-Logix habe im Rahmen des Projekts zwei Funktionen entwickelt. Zum einen seien dies Visualisierungen zur Überwachung und Analyse der Länderrisiken auf Standort- und Netzwerkebene, zum anderen eine Simulation strategischer Entscheidungen aufgrund externer Einflussfaktoren mittels dem "What-if-Szenario"-Feature.
Das Innosuisse-Projekt zeige nicht nur, wie Unternehmen ihre Produktionsnetzwerke gegenüber Risiken widerstandsfähiger machen und wie sie mittels den entwickelten Dashboards und "What-if-Szenarien" auf externe Einflüsse schneller und strategisch reagieren könnten. Auch verdeutliche es, wie die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu praxisrelevanten Lösungen zur Stärkung der Innovationskraft führen können. Praxisnahe Forschung unterstütze Unternehmen zudem dabei, sich zukunftssicher aufzustellen und Innovationen in die Praxis umzusetzen.
Die St. Galler Hochschule habe die Lösungsansätze in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern im Rahmen mehrerer Workshops, von der theoretischen Forschung bis hin zur praktischen Umsetzung, erarbeitet. IT-Logix habe das System schliesslich in einer auf Microsoft Power BI basierten Softwarelösung für die Nutzung weiterer Unternehmen umgesetzt. An der St. Galler Produktionsmanagement-Tagung vom 15. bis 16. Oktober werde das Projekt und die Ergebnisse einem breiten Fachpublikum präsentiert.
Innosuisse hat auch die Entwicklung eines Programms zur Deepfake-Erkennung unterstützt. Mehr darüber lesen hier.
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