"Moderne Architekturen sind flexibel"
Outsourcing verlangt mehr als nur Kostenbewusstsein. Was für den Erfolg entscheidend ist, sagt Everyware-CEO Kurt Ris. Interview: Tanja Mettauer
Wie lässt sich sicherstellen, dass Outsourcing nicht zum starren Konstrukt wird, sondern flexibel auf Veränderungen reagieren kann?
Kurt Ris: Moderne Architekturen sind flexibel und lassen sich schnell anpassen – etwa beim Sizing, aktivierten Services, der Nutzerzahl, bei Integrationen oder zusätzlichen Funktionen. Gerade im Umfeld von mittelständischen Unternehmen kann ein moderner Outsourcing-Partner bei Veränderungsbedarf sein gesamtes Know-how und Leistungsportfolio einbringen – und so im Vergleich zum klassischen Inhouse-Betrieb einen echten Mehrwert schaffen. Firmen beziehen IT-Services heute global – entsprechend sollte man sich der entstehenden Abhängigkeiten bewusst sein.
Welche Rolle spielen hybride Ansätze?
Hybride Ansätze kombinieren Hyperscaler-Services mit souveränen Cloud-Lösungen. So bleiben Optionen offen, etwa dass Daten, Zugriffs- und Auditrechte im eigenen Rechtsraum verbleiben. Das erfüllt nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern stärkt auch die technologische Resilienz gegenüber externen Einflüssen. Entscheidend ist, Abhängigkeiten gezielt zu steuern und keine einseitige Plattform- oder Technologiestrategie zu verfolgen.
Inwiefern spielen kulturelle Aspekte bei der Wahl eines Outsourcing-Partners eine Rolle?
Die Nutzung globaler Hyperscaler-Services – technisch gesehen Schnittstellen beziehungsweise «IT aus der Steckdose» – hat stark zugenommen. Viele Interaktionen sind heute rein digital. Gerade in der Transition und im Betrieb bleibt der persönliche Kontakt jedoch entscheidend. Kulturelle Aspekte spielen eine zentrale Rolle – weit über Sprache hinaus: Es geht um Arbeitsweise, Kommunikationsstil und Serviceverständnis. Besonders im Support oder in Projekten erwarten Kunden kompetente, erreichbare Ansprechpartner auf Augenhöhe – fachlich wie kulturell. Standardisierte Cloud-Services liefern Funktionen, aber Vertrauen, Effizienz und nachhaltige Zusammenarbeit entstehen durch persönlichen Kontakt, Service-Excellence und Commitment. Deshalb setzen wir bei Everyware bewusst auf Nähe, direkten Austausch und lokale Präsenz.
Wie KI den Entwicklungsprozess statt nur den Code verändert
Photovoltaikanlagen der Schweiz stellen systemrelevantes Risiko dar
KI-Souveränität ist für viele Länder eine Illusion
KI-Ausgaben in Europa steigen bis 2030 auf 470 Milliarden US-Dollar
CISA stellt wöchentliche Schwachstellenübersicht ein
Filme vs. Realität
Schweizer KI Apertus und Protons KI-Assistent Lumo spannen zusammen
Ruag will bis zu 25 IT-Stellen abbauen
TP-Link vereint Gateway und Controller in einem Gerät