Wie Frauen langfristig in MINT-Berufen bleiben
Frauen wünschen sich in MINT-Berufen vor allem eine offene Arbeitskultur, Wertschätzung und flexible Arbeitsmodelle. Eine Studie der Ostschweizer Fachhochschule hat untersucht, wie MINT-Unternehmen Frauen langfristig binden können.
In der Schweiz sind im europäischen Vergleich trotz Fördermassnahmen nach wie vor wenige Frauen in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)-Berufen tätig. Die Ostschweizer Fachhochschule (OST) hat gemeinsam mit fünf Schweizer MINT-Unternehmen untersucht, wie mehr Frauen für technische Berufe gewonnen und gehalten werden können, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Fokus des Forschungsprojekts des Instituts für Diversität und neue Arbeitswelten (iDNA) der OST standen konkrete Erwartungen von Frauen an die Arbeitswelt in MINT-Unternehmen.
Das erwarten Frauen von MINT-Berufen
Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Frauen in MINT-Berufen wünschen sich insbesondere eine offene Arbeitskultur, Wertschätzung sowie flexible Arbeitsmodelle, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Eine offene Arbeitskultur wird laut den Befragten geprägt von Kommunikation auf Augenhöhe, Transparenz, Offenheit für Veränderungen sowie der Möglichkeit zur Weiterentwicklung. Der Aspekt flexibler Arbeitsmodelle sei insbesondere in der Produktion schwierig; als mögliche Lösung schlägt das iDNA etwa besser abgestimmte Schichtpläne und aufgeteilte Schichten vor.
Das Projektteam habe anhand der Umfrageergebnisse Handlungsfelder identifiziert und daraus direkt umsetzbare Massnahmen abgeleitet. Eine dieser Massnahmen war laut Mitteilung die Durchführung von Workshops, in denen Mitarbeitende aller Hierarchiestufen für einen wertschätzenden Umgang sensibilisiert wurden. In einem Unternehmen sei daraus eine Arbeitsgruppe entstanden, die nun einen Leitfaden zu wertschätzendem Umgang entwickelt.
Weitere Workshops behandelten zudem Themen wie Chancengerechtigkeit, Machtverhältnisse und die Abbildung von Inklusion im Employer Branding, wie es weiter heisst. Um die Ergebnisse langfristig wirksam zu machen, plane das iDNA nun jährliche Austauschtreffen mit den teilnehmenden Unternehmen. Diese sollen laut Mitteilung zur nachhaltigen Umsetzung und Weiterentwicklung der Massnahmen beitragen.
Die Studie stütze sich auf eine schweizweite Online-Umfrage mit 475 Teilnehmenden. Des Weiteren haben laut Mitteilung 26 weibliche MINT-Fachkräfte aus den fünf Partnerunternehmen des Projekts - Bühler, Inficon, Linde Kryotechnik, Liip und Ruag - in Fokusgruppen von ihren Erfahrungen berichtet.
Auch eine Analyse von "42 Switzerland" zeigt, dass Frauen in der IT-Branche weiterhin stark unterrepräsentiert sind. Die Studie hat ebenfalls konkrete Massnahmen identifiziert. Mehr dazu lesen Sie hier.
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