Hacker erbeuten Daten von Energy-Schweiz-Nutzern
Die Energy-Gruppe Schweiz hat einen Cyberangriff auf eine externe Event-Datenbank gemeldet. Die Cyberkriminellen haben dabei Personendaten von rund 85'000 Nutzerinnen und Nutzern erbeutet. Passwörter und Zahlungsdaten sind jedoch nicht vom Datenleck betroffen.
Bei der Energy-Gruppe Schweiz ist es zu einem Cyberangriff gekommen. Der Privatradiosender hat am 20. Januar 2026 einen unbefugten Zugriff auf eine extern geführte Datenbank festgestellt, wie das Unternehmen in einer Mitteilung an betroffene User schreibt.
Bei der kompromittierten Datenbank handle es sich um ein System für Gästedaten und das Ticketing vergangener Events. Je nach Person waren darin laut Energy Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Mobilnummer, Geschlecht, Geburtsdatum sowie die sogenannte Onelog-ID gespeichert. Wie "20 Minuten" berichtet, betrifft das Datenleck laut Ringier-Mediensprecherin Johanna Walser die Personendaten von rund 85'000 Nutzerinnen und Nutzern.
Kevin Gander, CEO bei Energy Schweiz, teilt jedoch in der Mitteilung an die Betroffenen mit, dass weder Passwörter noch Zahlungsdaten betroffen sind - "andere technische Systeme von Energy ebenfalls nicht".
Das Unternehmen gehe davon aus, dass es den Angreifern bei dem Angriff "offenkundig um Sabotage" ging. Dennoch könne man nicht ausschliessen, dass die Kriminellen die gestohlenen Daten für missbräuchliche Zwecke wie Phishing-Versuche nutzen werden. Das Unternehmen ruft Betroffene deshalb zu erhöhter Wachsamkeit auf, insbesondere gegenüber unerwarteten Nachrichten, die versuchen könnten, mit persönlichen Angaben Vertrauen zu erschleichen.
Gander schreibt in der Mitteilung, die Polizei, den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten sowie das Bundesamt für Cybersicherheit informiert zu haben. Den Vorfall werde man gemeinsam mit den Strafverfolgungsbehörden untersuchen und auch intern aufarbeiten sowie bestehende Schutzvorkehrungen verstärken.
Auch die Aargauer Gamanza Group ist unlängst Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die unbekannten Kriminellen haben daraufhin mit der Veröffentlichung der gestohlene Daten gedroht. Lesen Sie hier mehr darüber.
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