IT-Service-Desk aus der Genesys Cloud
Vom internen Härtetest zur Kundenlösung: Abraxas nutzt die Genesys Cloud für den IT-Support gehostet auf AWS in der Schweiz. Über Herausforderungen, Chancen und den Wandel des IT-Service-Desks im Zeitalter der Experience Economy.
Wo Behörden-IT draufsteht, ist oft Abraxas drin. Das Unternehmen gilt in der Schweiz als führende Anbieterin durchgängiger IT-Lösungen für die öffentliche Hand. Zu den Kunden zählen Behörden, Gemeinden, Städte und Kantone. Um diesen einen IT-Service-Desk zu bieten, der modern, zuverlässig und sicher ist und sowohl Mitarbeitenden wie auch Kundenansprüchen gerecht wird, entschied sich Abraxas, den Kundenservice von OnPremise in die Genesys Cloud zu zügeln. "Die Genesys Cloud bietet uns eine höhere garantierte Systemverfügbarkeit (SLA) als Microsoft Teams. Für unsere Mitarbeitenden sind alle kundenrelevanten Informationen in einer Ansicht verfügbar. Der Umzug lief reibungslos. Zusammen mit unserem Integrationspartner Tieto haben wir alles sauber und rein virtuell aufgesetzt", erklärt Thomas Reinhart, Abteilungsleiter Service Desk IT bei Abraxas.
Cloud Region Zürich
Die "Genesys Cloud"-Plattform bietet orchestrierte Serviceerlebnisse über alle Kontaktpunkte, optimiertes Routing einschliesslich KI-basierter Planung, Gamification für Mitarbeitende und prädiktiver Intelligenz. Davon nutzt der Service Desk IT bei Abraxas aktuell das intelligente Voice- und E-Mail-Routing. Alle Services werden aus der AWS Schweiz Cloud bezogen, um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten. Damit steht das leistungsstarke All-in-one-Contact-Center Genesys Cloud auch Institutionen zur Verfügung, die ihre Daten in der Schweiz halten müssen und deren Sicherheitsanforderungen auf öffentliche Organisationen ausgerichtet sind.
Durchgängige Abläufe
In der Abraxas-Supportorganisation arbeiten über 80 Mitarbeitende kanalübergreifend auf einer gemeinsamen Plattform. Integrationen in Microsoft Teams und ServiceNow schaffen durchgängige Abläufe: vom Erstkontakt über die Bearbeitung bis zum Abschluss. Die Plattform lässt sich schrittweise auf weitere Organisationen und Fachbereiche ausrollen. Damit dies nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch gelingt, sorgt Systemintegrator und Digitalisierungspartner Tieto dafür, dass die Implementierung im Einklang mit den individuellen Anforderungen, Prozessen und Zielen des Service Desks erfolgt. Von der Architektur über die Integration in Back-End-Systeme bis hin zur nutzerzentrierten Ausgestaltung stellt Tieto sicher, dass sich der moderne Service Desk kontinuierlich weiterentwickeln kann.
"Wir verkaufen keine 'Powerpoint-Visionen', sondern eine Lösung, die den Service Desk IT und den Fachsupport am Telefon und per Mail täglich vorwärtsbringt. Auf dem validierten 'Genesys Cloud'-Fundament bieten wir unseren Kunden nun einen modernen und zuverlässigen Kundensupport an."
Erste Benefits
"Eine transparente Anzeige des aktuellen Agentenstatus in Microsoft Teams kann den Support-Alltag deutlich entlasten", erklärt Thomas Reinhart. Kolleginnen und Kollegen sehen auf einen Blick, wer verfügbar ist – unnötige Unterbrechungen und Ablenkungen lassen sich so spürbar reduzieren. Gleichzeitig bietet eine neu strukturierte Verteilung der E-Mail-Queues die Möglichkeit, Aufgaben abwechslungsreicher zu gestalten. "Diese breitere Aufgabenverteilung erhöht nicht nur die Flexibilität im Team, sondern steigert auch die Attraktivität der Support-Tätigkeit insgesamt", erklärt Reinhart. Die enge Integration von ServiceNow sorgt dafür, dass Support-Anfragen und Abläufe an einem zentralen Ort zusammenlaufen. Das spart Zeit, reduziert manuelle Schritte und macht die tägliche Arbeit im Support deutlich übersichtlicher.
3 starke Partner für den IT-Service-Desk der Zukunft
- Abraxas liefert die sichere Schweizer Betriebsrealität für öffentlich-rechtliche Körperschaften in der Schweiz.
- Integration und Delivery erfolgen über Tieto.
- Die Omnichannel‑Plattform Genesys Cloud ist mit der Datenhaltung in der AWS Region Zürich auf Behörden und Institutionen spezialisiert.

Thomas Reinhart, Abteilungsleiter Service Desk IT
bei Abraxas
"KI kann dazu beitragen, den Menschen in den Vordergrund zu stellen"
Die Erwartungen der Menschen an Verwaltungen haben sich verändert. David Marces, Managing Director Alps bei Genesys, erklärt, wie KI nicht nur Prozesse beschleunigt, sondern Empathie, Transparenz und Vertrauen im Kontakt mit Bürgern gezielt stärken kann. Interview: Dylan Windhaber
Viele Verwaltungen nutzen KI vor allem zur Effizienzsteigerung. Wie kann sie das Bürgererlebnis grundlegend verbessern?
David Marces: Die Wünsche der Bürger haben sich über die Jahre nicht geändert. Wohl aber ihre Erwartungen, woran sich jetzt auch der öffentliche Sektor messen lassen muss. Gefordert sind einfache und schnelle Lösungen und Wertschätzung. KI kann dazu beitragen, den Menschen in den Vordergrund zu stellen und Mitarbeitende zu unterstützen. Entscheidend ist ein konsequent bürgerzentrierter Einsatz: Anliegen sollen kanalübergreifend gestartet werden können, ohne Informationen mehrfach abzufragen. KI hilft dabei, Anliegen zu erkennen, richtig zuzuordnen und kontextbasiert weiterzuleiten. Ergänzt durch proaktive Kommunikation – etwa Hinweise zu fehlenden Unterlagen – entsteht Transparenz. Virtuelle Assistenten beantworten Routinefragen, während komplexe oder sensible Fälle von Mitarbeitenden bearbeitet werden.
Woran scheitern KI-Initiativen in der Verwaltung heute am häufigsten – und was braucht es?
Nicht die Technologie, sondern vielmehr der kulturelle Wandel stellt eine Hürde dar: Interne Effizienz- und Kostenkennzahlen führen zu isolierten Pilotprojekten ohne Ende-zu-Ende-Sicht auf die Bedürfnisse der Bürger. Es braucht klare Service-Ziele, Governance by Design sowie integrierte Plattformstrategien statt Insellösungen. Auch zentral ist die Einbindung der Mitarbeitenden: KI ist nur dann erfolgreich, wenn sie als Unterstützung und Entlastung erlebt wird.
Was unterscheidet integrierte Cloud- und KI-Plattformen von isolierten Lösungen?
Integrierte Cloud- und KI-Plattformen schaffen durchgängigen Kontext über alle Kanäle hinweg. Bürger müssen ihr Anliegen nicht mehrfach erklären, Mitarbeitende sehen den gesamten Verlauf einer Interaktion. Isolierte Lösungen wirken kurzfristig attraktiv, erhöhen jedoch langfristig den Integrationsaufwand, die Kosten und das Risiko negativer Nutzererlebnisse für Mitarbeitende und Bürger. Integrierte Plattformen erlauben es hingegen, Bürgererlebnis, Effizienz und Kosten gleichzeitig zu optimieren.
KI übernimmt Routineaufgaben. Welche Kompetenzen werden für Verwaltungsangestellte künftig entscheidend?
Mit KI verschiebt sich der Fokus der Mitarbeitenden auf qualitative Fallbearbeitung und menschliche Interaktion. Zentrale Kompetenzen sind Urteilsvermögen, die rechtliche Einordnung und Verantwortungsbewusstsein – besonders bei komplexen oder sensiblen Anliegen. Ebenso gewinnen Kommunikationsfähigkeit und Empathie an Bedeutung. Da sich Bürger oft unsicher oder frustriert melden, sind klare Sprache und freundliche Unterstützung entscheidend. Ergänzend braucht es das Verständnis, wann KI unterstützt, wo ihre Grenzen liegen und wie Ergebnisse überprüft werden.
Inwiefern lässt sich der KPI "Return on Empathy" auf die öffentliche Verwaltung übertragen?
Empathie ist in der öffentlichen Verwaltung ein messbarer Erfolgsfaktor. Ein verständlicher, transparenter Service reduziert Rückfragen und Beschwerden und erhöht zugleich Vertrauen und Akzeptanz. Der "Return on Empathy" zeigt sich in höheren Erstlösungsquoten, kürzeren Bearbeitungszeiten und geringeren Wiederkontakten. Für Mitarbeitende bedeutet empathischer Service weniger Konflikte und höhere Zufriedenheit. KI hilft, Empathie zu skalieren, ohne sie zu automatisieren: Sie liefert Kontext, übernimmt Routine und schafft Freiraum für menschliche Unterstützung. Der Schlüssel liegt nicht in Automatisierung um ihrer selbst willen, sondern in der intelligenten Verbindung von Technologie und menschlicher Verantwortung.


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