Gartner-Umfrage

Die meisten KI-Projekte rentieren sich nicht

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von Tobias Seefeld und jor

Jeder fünfte KI-Anwendungsfall ist ein finanzieller Misserfolg, während nur 28 Prozent die erwarteten Kapitalrenditen erreichen. Der Erfolg soll hauptsächlich mit der KI-Integration in bestehende Arbeitsabläufe zusammenhängen.

(Source: FAMILY STOCK / stock.adobe.com)
(Source: FAMILY STOCK / stock.adobe.com)

Die meisten Anwendungsfälle von KI im Infrastrukturbetrieb erreichen die erwarteten Kapitalrenditen nicht. Nur 28 Prozent der Projekte sind volle Erfolge, wohingegen 20 Prozent komplett scheitern, wie aus einer Umfrage des IT-Marktforschers Gartner hervorgeht. 782 auf Infrastruktur und Operations spezialisierte Führungspersonen nahmen an der Befragung teil.

Die meisten Misserfolge seien auf zu grosse Ambitionen oder schlechte Projektplanung zurückzuführen, schreibt Gartner im Umfragebericht. So hätten viele befragte Führungskräfte gesagt, dass ihre Projekte gescheitert seien, weil sie zu viel von der KI erwartet hätten. Das Ausbleiben schneller Resultate habe zu Verunsicherung geführt, weshalb man viele Projekte frühzeitig abgebrochen habe. Weitere Faktoren sind laut Gartner fehlende Fähigkeiten im Umgang mit KI sowie eine mangelhafte Datenlage.

Gartner betont, dass der Erfolg eines Projektes nicht abhängig vom KI-Modell sei, sondern vielmehr davon, wie die KI in existierende Arbeitsabläufe integriert werde. Gemäss Bericht haben erfolgreiche Befragte bereits bestehende Systeme und Prozesse mit KI ergänzt. Dazu sei es wichtig, dass die Unternehmensführung die KI-Anwendung unterstütze, damit man Hindernisse schnell beseitigen könne.

Projektverantwortliche sollen laut Gartner sicherstellen, dass jede KI-Anwendung mit einem bestimmten Geschäftsziel zusammenhängt. So könne man herausfinden, in welchen Fällen es sich lohne, weiter in ein KI-Projekt zu investieren.

 

Gartner warnt ausserdem, dass unternehmenseigene KI-Anwendungen eine wachsende Cyberbedrohung seien. Lesen Sie hier mehr dazu.

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