Digitale Resilienz in der Polykrise – der Schweizer ICT-Markt 2026 auf Wachstumskurs
Während die Weltwirtschaft weiterhin von geopolitischen Spannungen, einem anhaltenden Polykrisenmodus und der Souveränitätsfrage geprägt ist, beweist der ICT-Markt eine starke Resilienz. Die digitale Transformation wird heute nicht mehr nur als Option, sondern als zentrales Instrument verstanden, um in einem volatilen Umfeld Effizienz und Agilität zu steigern, Reaktionszeiten zu verkürzen und die Marktposition damit nachhaltig zu sichern. Die ICT ist die Lösung und nicht das Problem.
Unsere aktuelle Studie verdeutlicht den Trend eindrucksvoll. Auf die Frage, inwieweit die unsichere Marktlage die geplanten ICT-Ausgaben der nächsten sechs bis zwölf Monate beeinflusst, zeigt sich eine klare Vorwärtsstrategie der Schweizer Unternehmen: Insgesamt planen rund 61 Prozent der befragten Unternehmen eine Erhöhung ihrer Budgets. Bei weiteren 23 Prozent bleiben die Ausgaben im Wesentlichen unverändert, was in einem schwierigen Marktumfeld ein starkes Signal für Kontinuität ist. Lediglich eine Minderheit von 16 Prozent sieht sich gezwungen, die Ausgaben zu senken.
Insgesamt zeigen damit 84 Prozent der Entscheidungsträger ihre entschlossene Haltung, technologische Investitionen als Ankerpunkt ihrer Strategie zu nutzen.

Zentrale Themen: Cybersecurity, KI und digitale Souveränität
Dabei konzentrieren sich die Investitionsprioritäten auf Bereiche, in denen sich technologische Innovation direkt auf die operative Agilität auswirkt. Ein zentraler Pfeiler ist die Cybersecurity, die angesichts immer komplexerer, KI-gestützter Bedrohungsszenarien zur Chefsache gehört. Eine entsprechende Sicherheitsarchitektur bildet denn auch die notwendige Basis für den Einsatz von künstlicher Intelligenz, die im laufenden Jahr in vielen Unternehmen die Experimentierphase verlassen wird. Das technologische Rückgrat der Transformation bleibt weiterhin die Cloud. Hier gewinnen insbesondere europäische und Schweizer Provider an Bedeutung, da sie in einer fragmentierten Weltordnung die notwendige Datenhoheit und rechtliche Sicherheit garantieren und damit helfen können, die Souveränitätsfrage zu beantworten. Auf dieser Infrastruktur basiert auch der moderne Digital Workplace: Dabei ist die KI der Wachstumstreiber, abgesichert durch eine smarte Security-Defensive.
Und letztlich erkennen Unternehmen immer mehr, dass diese technologischen Bausteine in einer durchgängigen Digitalisierung der Kernprozesse münden müssen. Nur eine solche digitale End-to-End-Prozesskette bietet die Transparenz, die nötig ist, um rasch und unmittelbar auf Marktveränderungen reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit behaupten zu können.
Die Resultate aus unseren aktuellen Felderhebungen zeigen, dass Schweizer Unternehmen auf der Flucht nach vorne sind. ICT-Investitionen in die Bereiche Souveränität, KI und Sicherheit dienen dabei als wirkungsvolle Massnahmen, um sich gegen externe Krisen und wirtschaftliche Verwerfungen zu wappnen und die Resilienz zu stärken.
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