Neuheiten zur Hausmesse

Microsoft präsentiert Chips für die KI zuhause und den Quantencomputer im Rechenzentrum

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von René Jaun und Alexia Muanza und NetzKI Bot und Übersetzung: René Jaun, nki, dwi

Nvidia und Microsoft lancieren mit RTX Spark einen KI-Chip für Windows. Mit ihm sollen KI-Agenten auf lokalen PCs leistungsfähiger werden. Zu seiner Hausmesse stellt Microsoft aber auch einen neuen Quanten-Chip vor.

Nvidia und Microsoft lancieren RTX Spark, einen neuen KI-Chip für Windows. (Source: zVg)
Nvidia und Microsoft lancieren RTX Spark, einen neuen KI-Chip für Windows. (Source: zVg)

Mit Nvidia und Microsoft haben zwei Tech-Giganten ihre Hausmessen durchgeführt. Dazu gehörten auch dieses Jahr eine Vielzahl von Produktankündigungen.

Mehr Pfupf für KI-Agenten auf dem PC

So präsentierte Halbleiterspezialist Nvidia gemeinsam mit Microsoft den RTX Spark. Dabei handelt es sich um eine neue Hard- und Softwareplattform, die CPU und GPU integriert und für die Ausführung von KI-Modellen, -Agenten und -Anwendungen auf Windows-PCs konzipiert ist. Die Plattform verbinde eine neue Rechenarchitektur mit Sicherheitsmechanismen, die direkt in das Betriebssystem integriert sei, teilt Nvidia mit.

Laut den beiden Unternehmen besteht das Ziel darin, die Abhängigkeit von der Cloud zu verringern und gleichzeitig mehr Kontrolle über die verwendeten Daten zu ermöglichen. Microsoft und Nvidia führen dafür neue Sicherheitsmechanismen für Windows sowie die Laufzeitumgebung Openshell ein. Nutzer können unter anderem festlegen, welche Daten auf ihrem Gerät verbleiben, welche Anfragen an in der Cloud gehostete Modelle weitergeleitet werden dürfen und welche persönlichen Informationen vor einer möglichen Übermittlung an externe Dienste unkenntlich gemacht werden müssen.

RTX Spark kombiniert eine Blackwell-RTX-GPU mit 6144 CUDA-Kernen mit einem 20-Kern-Grace-Prozessor, die über die NVLink-C2C-Interconnect-Technologie verbunden sind. Laut Nvidia liefert die Architektur bis zu ein Petaflop KI-Rechenleistung und kann mit bis zu 128 Gigabyte gemeinsam genutztem Speicher ausgestattet werden. Dies ermögliche unter anderem die Ausführung von Modellen mit bis zu 120 Milliarden Parametern und bis zu einer Million Kontext-Token. Zudem sollen sich damit grosse Datenmengen analysieren sowie Workloads für Grafikdesign, 3D-Rendering und Videobearbeitung beschleunigen lassen.

Erste PCs mit dem neuen Prozessor seien im Herbst verfügbar. Hersteller wie Asus, Dell, HP, Lenovo und Microsoft selbst kündigten an, entsprechende Modelle auf den Markt zu bringen.

Mehr Speed für die Quanten-Roadmap

Auf einem ganz anderen Level spielt Majorana 2, der neuen Version von Microsofts auf topologischen Qubits basierenden Quanten-Hardware. Gegenüber dem Vorgänger sollen die Qubits deutlich stabiler und zuverlässiger arbeiten, wie Microsoft anlässlich der Build 2026 mitteilt. Das Unternehmen spricht von einer bis zu tausendfach höheren Zuverlässigkeit. In der Praxis soll sich das positiv auf die Entwicklungszeit von nutzbaren Quantencomputern auswirken. Man peile einen praktisch nutzbaren Quantencomputer bis Ende des Jahrzehnts an, erklärt Microsoft.

Majorana 2, den neuen Quantenchip von Microsoft

Majorana 2, der neue Quantenchip von Microsoft. (Source: zVg)

Die Technologie basiert auf sogenannten Majorana-Zuständen und einer von Microsoft entwickelten Materialklasse, die das Unternehmen als "Topoconductor" bezeichnet. Das langfristige Ziel bestehe darin, Quantenprozessoren auf bis zu eine Million Qubits zu skalieren, um komplexe wissenschaftliche und industrielle Probleme lösen zu können.

 

Den Vorgänger, Majorana 1, stellte Microsoft übrigens im Winter 2025 vor. Damals sprach das Unternehmen von einem Durchbruch. Ob es sich tatsächlich um einen Durchbruch handelte, stellten kritische Stimmen in Frage, wie Sie hier lesen können.

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