EPFL ermöglicht Cloud-Zugang zu Quantencomputern
EPFL-Forschende haben künftig die Möglichkeit, über die Cloud auf Quantencomputer zuzugreifen. Diese sind in die Hochleistungsrechnerinfrastruktur der Hochschule integriert. Die Initiative stellt eine Premiere für Schweizer Universitäten dar.
Die EPFL baut ihre Forschungskapazitäten für die Quanteninformatik aus. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern steht neu ein Cloud-Zugang zu Quantenhardware von Quantinuum zur Verfügung, wie die Hochschule mitteilt. Ermöglicht werde dies durch eine Kollaboration zwischen dem Zentrum für Quantenwissenschaft und -technik (QSE) und Scitas, dem Hochleistungsrechenzentrum der EPFL.

Vincenzo Savona, akademischer Direktor des QSE-Zentrums an der EPFL. (Source: zVg)
Diese Infrastruktur ebnet Forschungsteams laut Mitteilung den Weg, Quantenalgorithmen direkt auf modernsten physikalischen Systemen zu testen, statt sich auf theoretische Simulationen zu beschränken. "Die EPFL ist die erste Schweizer Universität mit einer direkten Cloud-Plattform, die Zugang zu einem hochmodernen Quantencomputer bietet, der in ihre eigene Hochleistungsrechnerinfrastruktur integriert ist", sagt Vincenzo Savona, akademischer Direktor des QSE-Zentrums an der EPFL.
Mehrere Labore der EPFL planen gemäss Mitteilung bereits, diese neue Infrastruktur zu nutzen. Giuseppe Carleo, Leiter des Labors für Computationelle Quantenwissenschaft, möchte etwa die Simulation komplexer Vielteilchensystemen im Quantenbereich erforschen. Und Zoë Holmes, Assistenzprofessorin an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften, wolle ihrerseits den konkreten Nutzen bestimmter fortgeschrittener Quantenberechnungen untersuchen.
Wie die EPFL weiter schreibt, soll die Ressource zudem schrittweise für Studierende des Masterstudiengangs "Quantenwissenschaft und -technik" zugänglich gemacht werden. Ziel sei es, dass sie praktische Erfahrungen mit realen Quanteninfrastrukturen sammeln könnten, während das Feld technologisch immer ausgereifter werde.
Übrigens: Das EPFL-Spin-off DPhi Space liess im Weltraum ein LLM laufen, das dann ein Bild der Erde beschrieb. Lesen Sie hier mehr dazu.
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