200 Personen aus Wirtschaft und Forschung warnen vor KI
Über 200 Ökonomen und Technologieführer haben eine Erklärung zur Zukunft von künstlicher Intelligenz unterzeichnet. Darin warnen sie vor den Risiken von KI und ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Sie sehen den KI-Wandel aber auch als Chance für die Gesellschaft.
Unter dem Titel "Wir müssen jetzt handeln" haben über 200 Wirtschafts- und Technologieexperten eine Erklärung zu den Folgen von KI veröffentlicht. Zu den Unterzeichnenden zählen mehrheitlich Forschende verschiedener Universitäten - darunter über 15 Nobelpreisträger -, aber auch Führungskräfte und Forschende von Unternehmen wie Anthropic und OpenAI. Sie alle warnen davor, dass KI in den nächsten zehn Jahren "radikal leistungsfähiger" werden könnte, was weitreichende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt habe.
Es bahne sich eine wirtschaftliche Transformation an, die grösser als die industrielle Revolution sei, aber in einem viel kürzeren Zeitrahmen stattfinde. Deshalb müssen Ökonomen, Politiker und Technologieführer laut Erklärung "Anreize, Leitplanken und Institutionen schaffen", um KI in eine Richtung zu steuern, in der die Gesellschaft von der Technologie profitieren kann. Ziel sei es, dass künstliche Intelligenz die Menschen nicht ersetze, sondern ergänze.
In ihrem Bericht versuchte die "NZZ" (Paywall) herauszufinden, wie weit diese Entwicklung bereits fortgeschritten ist. "Was relativ viele Studien in unterschiedlichen Ländern zeigen, ist, dass gewisse Berufe mit einer hohen KI-Exposition bereits unter Druck geraten sind", zitiert die Zeitung Michael Siegenthaler, Leiter des Forschungsbereichs Schweizer Arbeitsmarkt an der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich. Davon seien insbesondere die IT-Branche sowie die Bereiche Marketing und Kommunikation betroffen. In anderen potenziell gefährdeten Büroberufen zeige die KI jedoch noch wenig Auswirkungen.
KI gehört bereits zum Alltag vieler Berufe, macht diesen jedoch nicht zwingend effizienter. Wieso man bei der Arbeit mit KI auch viel Zeit verlieren kann, lesen Sie hier.
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