BACS warnt

Betrüger phishen per Post nach Krypto-Wallet-Zugängen

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von Tobias Seefeld und rja

Eine aktuelle Betrugskampagne zielt auf Nutzerinnen und Nutzer von Krypto-Wallets. Diese erhalten per Post ein Schreiben mit der Aufforderung, ein angebliches Sicherheitsupdate zu installieren. Der mitgelieferte QR-Code führt jedoch auf eine Phishing-Website, die den Betrügern die Zugangsdaten zum Krypto-Wallet übermitteln soll.

(Source: Mohamed_hassan / pixabay.com)
(Source: Mohamed_hassan / pixabay.com)

Phishing-Versuche finden nicht mehr nur per E-Mail oder SMS, sondern nun auch per Post statt: Derzeit verschicken Betrüger Briefe mit einem QR-Code und der Aufforderung, ein angebliches Sicherheitsupdate für Krypto-Wallets herunterzuladen, wie das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) mitteilt. Der QR-Code führe jedoch auf eine Phishing-Website, wo das potenzielle Opfer seine Wiederherstellungsphrase eingeben soll - mit welcher die Betrüger die Kontrolle über das Krypto-Wallet übernehmen könnten.

Die Phishing-Briefe sind laut Mitteilung im Namen verschiedener Krypto-Wallet-Anbieter verfasst und verweisen auf die sogenannte "Quantum Resistance", deren Einführung ein kritisches Sicherheitsupdate benötigen soll. Dafür würden die Betrüger ihren potenziellen Opfern eine ungewöhnlich lange Frist von mehr als zwei Wochen gewähren. Das BACS vermutet, dass dies zusätzlich "den Eindruck eines seriösen und vertrauenswürdigen Vorgehens" vermitteln soll.

Foto eines Phishing-Briefes, der potenzielle Opfer zur Preisgabe ihrer Krypto-Seed-Phrase bewegen soll.

Beispiel eines Phishing-Briefes, der den Empfänger zum Scannen des QR-Codes bewegen soll. (Source: BACS)

Das Scannen des QR-Codes führe zunächst auf eine Website, die wie die Originalseite des jeweiligen Krypto-Wallet-Anbieters aussehe. Erst wer auf die Rubrik "Quantum Resistance" klickt, landet gemäss Mitteilung auf einer Website der Betrüger. Dort werde das potenzielle Opfer aufgefordert seine Wiederherstellungsphrase - oftmals "Seed Phrase" oder auch "Recovery Phrase" genannt - einzugeben. Diese würde den Cyberkriminellen die vollständige Kontrolle über das Krypto-Wallet und alle darin enthaltenen Vermögenswerte geben.

Das BACS empfiehlt, niemals die "Seed Phrase" preiszugeben; kein legitimer Support-Mitarbeiter, keine Krypto-Börse, kein Wallet-Hersteller und keine Behörde frage jemals danach. Es lohne sich auch, die "Seed Phrase" strikt offline zu halten. Wer sich telefonisch oder per E-Mail unter Druck gesetzt fühle, soll den Kontakt sofort abbrechen. Und wer bereits Geld durch Betrug verloren habe, soll Strafanzeige einreichen.

 

Laut aktuellen Daten ist Phishing übrigens der häufigste Einfallsvektor bei Cybervorfällen, wie Sie hier lesen können.

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