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Erfolgreiche ICT-Strategien setzen auf das Beste aus zwei Welten

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Die Vorherrschaft der globalen Hyperscaler in der Schweizer Unternehmenslandschaft ist unbestritten. Doch mit der ­flächendeckenden Adaption öffentlicher Cloud-Dienste steigen Komplexität, regulatorische Anforderungen und Risiken.

(Source: Elshad Karimov - stock.adobe.com)
(Source: Elshad Karimov - stock.adobe.com)

Unsere neue Studie zum Thema "Souveränität und Cloud-Strategien" zeigt, dass sich die Anforderungsprofile an lokale ICT-Partner deutlich verändern. Die Zeiten rein lokaler Hardware-Reseller sind vorbei – gefragt sind spezialisierte Rollen als "Tresor", "Integrator", "Architekt" und "Anwalt".

Die Rolle eines ICT-Partners.
 

Die grosse Mehrheit der befragten ICT-Verantwortlichen erwartet von einem Schweizer ICT-Partner die Bereitstellung einer hochsicheren "Swiss Cloud" – konkret als Ergänzung und Gegenpol zu den globalen Hyperscalern. Dieses Resultat zeigt auch, dass die Befragten mit Blick auf kritische Daten, personengebundene Datensätze oder streng regulierte Finanz- und Gesundheitsdaten digitale Souveränität fordern: einen physisch und rechtlich geschützten "Tresor" im Inland, der Datenschutzstandards garantiert und vor extraterritorialem Datenzugriff schützt.

Knapp die Hälfte der Unternehmen fordert von lokalen Partnern technologische Brückenbauer-Qualitäten (Integrator). Der Fokus liegt dabei auf dem Bau robuster Schnittstellen, um die Nutzung internationaler Cloud-Dienste sicher zu machen. Beispiele wie etwa der Verschlüsselungs-Gateway (Hold Your Own Key) zeigen, wohin die Reise geht: Die Steuerungsebene und die Schlüsselgewalt verbleiben im lokalen Rechenzentrum, während die skalierbare Rechenleistung von Hyperscalern genutzt wird. Der lokale Partner übernimmt dann das entscheidende Bindeglied der Sicherheitsarchitektur.

Die Verteilung von Workloads über mehrere Clouds, On-Premises-Umgebungen und Edge-Infrastrukturen führt bei vielen Schweizer Unternehmen zu einer grossen Systemkomplexität. 44 Prozent der Befragten sehen ihren Schweizer ICT-Partner hier primär in der Rolle des Architekten. Gefragt ist unabhängige, fundierte Beratung für tragfähige Hybrid-Multi-Cloud-Architekturen. Unternehmen benötigen Begleiter (Architekt), die nicht nur ein einzelnes Produkt verkaufen wollen, sondern das Gesamt­paket hinsichtlich Performance, Kostenkontrolle, Latenz und Ausfallsicherheit optimieren.

Mit dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) sowie internationalen Vorgaben hat das Risikomanagement eine neue Dimension erreicht. Für knapp ein Drittel der ICT-Entscheider soll der Partner die Rolle eines "Anwalts" einnehmen – inklusive der aktiven Übernahme von Compliance-Verantwortung und der Durchführung regelmässiger Risiko-Audits. Diese Nachfrage unterstreicht den steigenden Bedarf nach rechtlicher und betrieblicher Absicherung in der komplexen und sich rasch wandelnden Welt der Regulatorien und Compliance-Anforderungen.

Fazit: Erfolgreiche ICT-Strategien setzen auf das Beste aus zwei Welten: die Skalierbarkeit globaler Hyperscaler kombiniert mit der Vertrauenswürdigkeit, Sicherheits­architektur und lokalen Compliance-Kompetenz eines ICT-Partners.

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