Die "it-sa" 2026 bringt die Cybersecurity-Community nach Nürnberg
Die Cybersecurity-Messe "it-sa" widmet sich auch dieses Jahr den drängenden Fragen der Security-Branche. Im Interview erklärt Head of Brand Strategy Thimo Holst, welche Rolle KI und Cyberresilienz dabei spielen und was die Teilnehmenden vom 27. bis 29. Oktober in Nürnberg erwartet.
Was erwartet die Besucherinnen und Besucher an der "it-sa" 2026 in Nürnberg?
Thimo Holst: Die "it-sa Expo&Congress" ist das jährliche Treffen der Cybersecurity-Community und Europas führende Fachmesse für IT-Sicherheit. Vom 27. bis 29. Oktober 2026 kommen in Nürnberg Anbieter, Anwender, Experten, Wissenschaft und öffentliche Institutionen zusammen, um über die aktuellen Herausforderungen und Lösungen im Bereich Cybersecurity zu diskutieren. Die Messe deckt dabei das gesamte Spektrum der IT-Sicherheit ab, von Cloud-, Netzwerk- und Datensicherheit über Identity & Access Management, OT-Security und KRITIS-Schutz bis hin zu Security-as-a-Service, Managed Services und künstlicher Intelligenz. Besucherinnen und Besucher erwartet nicht nur ein umfassender Marktüberblick, sondern auch ein hochwertiges Fachprogramm mit Vorträgen, Panel-Diskussionen und Kongressangeboten. Gleichzeitig ist die "it-sa" vor allem eine Plattform für den persönlichen Austausch. In einer Zeit, in der sich Technologien und Bedrohungsszenarien immer schneller verändern, werden direkte Gespräche mit Experten und Anbietern zunehmend wichtiger. Genau diese Möglichkeit zum Dialog macht den besonderen Wert der Veranstaltung aus.
Welches Ziel haben Sie sich für die Veranstaltung gesetzt?
Unser Ziel ist es, die zentrale Plattform für den Austausch und die Weiterentwicklung der Cybersecurity-Community zu bieten. Die Herausforderungen für Unternehmen werden immer komplexer, gleichzeitig entstehen in hoher Geschwindigkeit neue Technologien, Lösungen und regulatorische Anforderungen. Die "it-sa" bringt deshalb Anbieter, Anwender, Wissenschaft, Politik und Behörden zusammen, um Wissen zu teilen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und gemeinsam Lösungsansätze für die Sicherheit der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Entscheidend ist dabei nicht allein die Anzahl der Besucher oder Aussteller, sondern die Qualität des Austauschs. Wenn die verschiedenen Akteure wertvolle Impulse mitnehmen, neue Partnerschaften entstehen und konkrete Projekte angestossen werden, hat die "it-sa" ihr Ziel erreicht.
Welche Themen werden die Diskussionen auf der diesjährigen Fachmesse besonders prägen?
Künstliche Intelligenz wird die Diskussionen auf der "it-sa" 2026 massgeblich prägen. Kaum ein anderes Thema verändert derzeit die Cybersecurity-Landschaft so stark. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Potenziale von KI, sondern vor allem um konkrete Anwendungsfälle, Governance-Fragen und den sicheren Einsatz in Unternehmen. Gleichzeitig beschäftigt die Branche, wie sich KI-gestützte Angriffe erkennen und abwehren lassen. Wir erleben derzeit einen technologischen Wettlauf, der die Sicherheitslandschaft nachhaltig verändert. Ein zweiter Schwerpunkt ist das Thema Cyberresilienz. Unternehmen erkennen zunehmend, dass absolute Sicherheit nicht erreichbar ist. Deshalb rückt die Frage in den Vordergrund, wie Organisationen im Angriffsfall handlungsfähig bleiben und Geschäftsprozesse absichern können. Darüber hinaus werden regulatorische Anforderungen wie NIS2 oder der Cyber Resilience Act viele Diskussionen prägen. Hinzu kommt das Thema digitale Souveränität. Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit Fragen der Datensouveränität, technologischen Unabhängigkeit und vertrauenswürdigen IT-Infrastrukturen. Diese Themen spiegeln sich deutlich im Ausstellerangebot und im Rahmenprogramm der "it-sa" wider.
Was ist Ihr persönliches Programm-Highlight?
Wir werden die "it-sa" 2026 erstmalig mit einer offiziellen und hochkarätig besetzten Eröffnungskonferenz eröffnen. Die Übernahme der Schirmherrschaft durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und beispielsweise dessen Initiative "Cyberdome" machen deutlich, dass Cybersecurity heutzutage über die Bedarfe einzelner Unternehmen hinaus einen wesentlichen Baustein einer vernetzten und ganzheitlichen Sicherheitspolitik spielt, mit geopolitischen Auswirkungen. Die dazu notwendige Diskussion hat künftig einen zunehmend relevanteren Anteil am Programm der "it-sa" und wir tragen diesem am ersten Messetag mit Referenten aus der Bundesregierung, der Landespolitik aber auch aus der EU-Kommission und NATO Rechnung.
Welchen konkreten Mehrwert bietet die "it-sa" den Teilnehmenden?
Der grösste Mehrwert der "it-sa" liegt darin, dass sie Marktüberblick, Wissenstransfer und Networking an einem Ort bündelt. Unternehmen erhalten innerhalb weniger Tage einen umfassenden Überblick über aktuelle Technologien, Dienstleistungen und Strategien im Bereich Cybersecurity. Das erleichtert Investitions- und Beschaffungsentscheidungen erheblich. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, konkrete Fragestellungen direkt mit Experten zu diskutieren. Viele Sicherheitsverantwortliche stehen vor ähnlichen Herausforderungen, sei es bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen, beim Aufbau von Cyberresilienz oder beim Einsatz neuer Technologien wie künstlicher Intelligenz. Auf der "it-sa" können sie von den Erfahrungen anderer profitieren und wertvolle Impulse für die eigene Sicherheitsstrategie mitnehmen. Hinzu kommt der persönliche Austausch. Gerade im Cybersecurity-Umfeld spielen Vertrauen und Expertise eine entscheidende Rolle. Die Möglichkeit, Anbieter, Partner und Fachkollegen persönlich zu treffen, bleibt daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die "it-sa" versteht sich deshalb nicht nur als Fachmesse, sondern als Treffpunkt der gesamten IT-Sicherheits-Community und als Plattform, auf der neue Ideen, Partnerschaften und Projekte entstehen.
Das Zürcher Unternehmen Blindsight steht übrigens zusammen mit vier deutschen Cybersecurity-Start-ups im Finale des Start-up-Wettbewerbs der "it-sa" 2026. Die Lösungen reichen von KI-Sicherheit über automatisierte Pentests bis zur Umsetzung des Cyber Resilience Act. Mehr dazu lesen Sie hier.
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