VMware-Kunden suchen nach Alternativen
Steigende Lizenzkosten bringen VMware-Kunden dazu, ihre Strategie zu überdenken. Laut einer Umfrage ziehen 90 Prozent der Befragten Alternativen zu VMware in Betracht. Viele erwägen dabei den Einsatz mehrerer Hypervisoren oder die Unterstützung durch externe Supportanbieter.
Steigende Lizenzkosten setzen VMware-Kunden unter Druck. Laut der Studie "2026 IT Virtualization Survey - What’s Next for VMware Users" prüfen 90 Prozent der befragten Unternehmen deshalb Alternativen zu VMware. Für 54 Prozent sei zudem das Ende des Supports für unbefristete Lizenzen ein Grund, sich nach anderen Lösungen umzusehen.
Beide Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit der Umstellung des Lizenzmodells nach der Übernahme von VMware durch Broadcom im Jahr 2023. Das neue Modell sorgt auch auf dem europäischen Cloud-Markt für Kritik.
Bei 73 Prozent der Befragten stehen laut Umfrageergebnissen künftig Kostensenkungen im Vordergrund. Allerdings erschwerten verschiedene Faktoren den Umbau der eigenen IT-Landschaft. 40 Prozent hätten dabei die betriebliche Komplexität als Hindernis genannt, 38 Prozent die Verwaltung mehrerer Anbieter. Jeweils 37 Prozent sähen ausserdem Herausforderungen bei der IT-Sicherheit und den benötigten Fachkenntnissen.
Unternehmen setzen auf mehrere Hypervisoren
Statt sich auf einen einzelnen Anbieter zu verlassen, ziehen viele Unternehmen gemischte Umgebungen in Betracht. 60 Prozent der Befragten erwägen laut Studie eine Strategie mit mehreren Hypervisoren. 47 Prozent bevorzugten eine hybride Virtualisierungsumgebung, die Hypervisoren und Container kombiniere.
Auch bei VMware Cloud Foundation, einer Plattform, die verschiedene Virtualisierungs- und Management-Dienste von Vmware bündelt, zeigten sich die Befragten zurückhaltend. Knapp die Hälfte (48 Prozent) plant laut Studie derzeit nicht, bestehende IT-Ressourcen auf die Plattform zu migrieren.
Externer Support als Alternative
Neben der Virtualisierungsplattform selbst hinterfragen die Unternehmen auch ihre Supportstrategie, wie es im Bericht zur Studie heisst. 66 Prozent der Befragten nutzen demnach bereits Drittanbieter-Support oder ziehen diesen in Betracht. Als wichtige Gründe nennen sie Sicherheitsaspekte (60 Prozent), Unterstützung bei Installation und Implementierung (57 Prozent) sowie Bedenken hinsichtlich Service und Support (54 Prozent).
Auch bei der Absicherung virtualisierter Umgebungen sehen gemäss Umfrage viele Handlungsbedarf. 77 Prozent der befragten IT-Sicherheitsverantwortlichen würden einen Mehrwert in einer Lösung sehen, die Bedrohungen in Echtzeit erkennt und Schwachstellen proaktiv absichert, statt sich ausschliesslich auf das Patch-Programm von Broadcom zu verlassen.
Nach Einschätzung von Joe McKendrick, leitender Analyst bei Unisphere Research, wollen Unternehmen nicht einfach einen Anbieter durch einen anderen ersetzen. Vielmehr gehe es darum, "die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter zu verringern, die Kontinuität geschäftskritischer Systeme zu gewährleisten und die Modernisierung in einem Tempo durchzuführen, das ihren individuellen Geschäftsanforderungen entspricht".
Über die Studie
Für die Studie befragte Unisphere Research im Auftrag des IT-Dienstleisters Rimini Street zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 insgesamt 269 Führungskräfte und IT-Fachpersonen aus Unternehmen, die VMware einsetzen. Bei der Einordnung der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass Rimini Street die Studie in Auftrag gegeben hat und selbst Drittanbieter-Support für VMware anbietet.
Auch Nutanix und Netapp arbeiten an einer Lösung, die Unternehmen den Ausstieg aus VMware erleichtern soll. Im Rahmen der Partnerschaft integrieren sie Ontap als externes Speichersystem in Nutanix' Cloud-Plattform. Mehr dazu lesen Sie hier.
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