Störung bei Google Cloud beeinträchtigt zahlreiche Dienste in der Schweiz und Europa
Ein Stromausfall in einem Londoner Rechenzentrum von Google Cloud hat zahlreiche Onlinedienste in Europa beeinträchtigt. Betroffen war unter anderem die Neobank Revolut, die in der Schweiz 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden zählt.
Eine grössere Störung bei Google Cloud hat am Dienstag, 20. Oktober, zahlreiche Onlinedienste beeinträchtigt. Laut der offiziellen Status-Webseite des Cloud-Anbieters begann die Störung gegen 8:08 Uhr Schweizer Zeit und führte zu Ausfällen und Verbindungsproblemen. Als Ursache nennt Google einen Stromausfall in einer Verfügbarkeitszone seiner Londoner Cloud-Region (Europe-West2).
Besonders betroffen war anscheinend der Bankensektor. Die Neobank Revolut meldete Probleme bei Kartenzahlungen, Überweisungen und Bargeldbezügen. Die Bank zählt in der Schweiz 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden. Auch die britischen Banken Lloyds, Halifax und HSBC hatten mit Störungen zu kämpfen.
Die Probleme betrafen zudem Webhosting- und IT-Dienste. So meldeten der Hosting-Anbieter Hostinger und der Datenbankdienst MongoDB Atlas Störungen im Zusammenhang mit der Infrastruktur von Google Cloud.
In Grossbritannien kam es ausserdem zu Problemen bei den Paket- und Postdienstleistern Royal Mail und DPD sowie bei Diensten der Justiz. Wie das Fachportal "Statusstack" berichtet, ist allerdings nicht in allen Fällen eindeutig geklärt, ob die Störungen direkt auf den Ausfall von Google Cloud zurückzuführen sind.
Störung behoben, doch vereinzelt noch Einschränkungen
Google Cloud erklärte die Störung um 16 Uhr Schweizer Zeit für beendet. Der Anbieter wies jedoch darauf hin, dass eine sehr kleine Zahl von Kunden weiterhin von Einschränkungen betroffen sein könnte. Bei den betroffenen Unternehmen waren allerdings noch nicht alle Dienste wieder vollständig verfügbar. Laut der offiziellen Status-Webseite von Revolut waren um 17 Uhr in der Schweiz weiterhin 27 Dienste teilweise nicht verfügbar.
In der Schweiz soll übrigens das Bezahlen mit Karte beim Kauf lebensnotwendiger Güter bis Ende 2027 flächendeckend ohne eine Netzverbindung möglich sein. Wie das funktionieren soll, lesen Sie hier.
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