"EnerJ" braucht weniger Strom dank kleinen Fehlern
Programme arbeiten stromsparender wenn sie weniger genau arbeiten. Diese Erkenntnis machen sich nun Forscher der University of Washington zunutze.
"EnerJ", ein Programmiersystem von Forschern der University of Washington (UW), will mit kleinen Fehlern Strom sparen, wie die Hochschule mitteilt. Dadurch hätten Handy-User längere Akkulaufzeiten und Geräte könnten kleiner werden. Zudem sollten Rechenzentren niedrigere Stromrechnungen sehen, wie Luis Ceze, Dozent für Informatik und Computertechnik an der UW sagte. Der Trick dabei sei, dass viele gängige Berechnungen ohnehin eine gewisse Fehlertoleranz erforderten - was "EnerJ" energiesparend nutze.
Das Sparen von Energie geschieht softwareseitig beispielsweise dadurch, dass das System kleine Rundungsfehler in Kauf nimmt und weniger Genauigkeitsprüfungen durchführt. Damit wird der Prozessor weniger belastet. Zudem sei es möglich, manche Berechnungen bei geringerer Betriebsspannung der Transistoren auszuführen. Dadurch steige zwar die Zahl zufälliger Rechenfehler, doch der Vorteil des geringeren Stromverbrauchs überwiege klar, solange der Prozessor auf solche kleinen Fehler unempfindlich reagiere.
Praktische Tests sollen Simulation beweisen
Die Forscher schätzen, mit rein softwareseitigen Tricks 30 bis 50 Prozent Strom zu sparen. Simulationen hätten zudem gezeigt, dass "EnerJ"-gesteuerte Hardware im Schnitt ein Viertel bis ein Fünftel weniger Energie verbrauche. Diese Erkenntnis soll nun auch in Labortests praktisch nachgewiesen werden.
Bei Prozessen, die exakte Berechnungen erfordern - beispielsweise die Verschlüsselung beim Online-Banking – teilt "EnerJ" den Programmcode in zwei Teile. Getrickst werde dann nur bei unempfindlichen Prozessen. Teile, die höchste Präzision zwingend erforderten, würden auch normal ausgeführt. Damit soll sichergestellt werden, dass es nicht zu kritischen Fehlberechnungen kommt.
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