Patenttrolle verursachen hohe Kosten
Eine amerikanische Studie beziffert Schäden durch Patenttrolle im Jahr 2011 auf mehr als 29 Milliarden US-Dollar, indirekte Kosten nicht mit eingeschlossen.
Eine amerikanische Studie hat ergeben, dass Patenttrolle im Jahr 2011 Kosten in Milliardenhöhe verursacht haben. Die Studie der Boston University ermittelte allein für das vergangene Jahr mehr als 5'800 Prozesse, meldet heise.de.
Indirekte Kosten nicht miteingerechnet
Die Studienleiter beziffern die Kosten der Prozesse und der aussergerichtlichen Verfahren auf mehr als 29 Milliarden US-Dollar. Hinzu kämen auch indirekte Kosten, die nicht bezifferbar seien. So könnten durch Patentstreitigkeiten beispielsweise Mittel für Forschung und Entwicklung fehlen.
Besonders betroffen sind kleinere oder mittlere Unternehmen. So erzielten 82 Prozent der Beklagten einen Jahresumsatz von weniger als 100 Millionen Dollar, 37 Prozent der Kosten entfielen auf kleine oder mittlere Unternehmen.
Sinkender Börsenwert durch Patentklagen
Bereits 2011 beschäftigten sich die beiden Forscher James Bessen und Michael J. Meurer mit den Auswirkungen von Patentklagen auf den Börsenwert der Unternehmen. Sie kamen zum Schluss, dass der Börsenwert der betroffenen Unternehmen an der Börse um insgesamt 500 Milliarden Dollar gesenkt wurde.
Mit der Bezeichnung "Patenttroll" werden umgangssprachlich Unternehmen bezeichnet, die viele Patente besitzen und nichts selbst produzieren. Einnahmen generieren solche Unternehmen – oder auch Personen – durch Lizenzierungsgebühren oder das massenhafte Verklagen von grösseren Firmen in der Aussicht auf Einigungs- oder Schadenersatzzahlungen.
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