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Der servicegetriebene ICT-Markt teilt Dienstleister in zwei Lager

Uhr | Aktualisiert

Die Services dominieren den ICT-Markt. Drei von fünf Franken der ICT-Ausgaben werden heute für Dienstleistungen ­ausgegeben. Und der Anteil an den Gesamtausgaben steigt weiter: Digitalisierungsprojekte, der Big Shift des ICT-Betriebs hin zu externen Providern und kommende Technologiethemen schaffen viel Potenzial.

Die Ausgaben für ICT-Services (B2B) im Schweizer Markt belaufen sich auf der Basis unseres Frühjahrs-Updates 2019 auf 12,2 Milliarden Franken. Damit entfallen auf die Dienstleistungen 65,4 Prozent des gesamten ICT-Marktes. Die restlichen 34,6 Prozent verteilen sich auf Hardware, Software (on Premise) und Kommunikation.

Die knapp 51 Millionen Franken, die im laufenden Jahr pro Arbeitstag durchschnittlich für ICT-Dienstleistungen ausgegeben werden, verteilen sich auf die Hauptsegmente Beratung, Schulung, Systemintegration, Migration, Implementierung, Softwareentwicklung, Outsourcing, Cloud und Managed Services, Support- und Maintenance sowie Business Process Outsourcing Services (BPO).

Enormer Bedarf an zusätzlichen Services

Während die Ausgaben für Dienstleistungen im Bereich der Wartung für Software und Hardware rückläufige Tendenzen aufweisen, werden diese durch das starke Wachstum in neuen Segmenten mehr als ausgeglichen. Im Sog der zunehmenden Verlagerung des Betriebs hin zu externen Cloud-Providern und branchenbezogenen Transformationsservices im Rahmen von Digitalisierungsprojekten ist ein enormer Bedarf an zusätzlichen Services entstanden.

Und es tauchen bereits Themen am Horizont auf, die einen weiter steigenden Bedarf an Dienstleistungen generieren. Dazu gehören etwa die künstliche Intelligenz, Blockchain, Robotics, Analytics sowie Virtual und Augmented Reality. Die Diversität der in den kommenden Jahren benötigten und neu auszurichtenden Dienstleistungen ist gross. Die künftige Monetarisierung und erfolgreiche Nutzbarmachung der kommenden Technologien bietet zwar viel Potenzial für die Dienstleister, die dynamische und stetige Evolution des Service-Marktes stellt diese aber auch vor grosse Herausforderungen.

Das Lager der Dienstleister wird zweigeteilt

Die fortschreitende Disintegration (Weltenteilung in Standard-Service-Anbieter und Servicespezialisten) wird das Lager der Dienstleister zweiteilen: Die in den eher traditionellen Segmenten tätigen Anbieter auf der einen Seite werden in Märkten mit zunehmend hochstandardisierten und damit vergleichbaren Services um ihre Wettbewerbsdifferenzierung und der Preiserosion kämpfen müssen - in diesem Zusammenhang wird auch das Marketing und Argumentarium austauschbar. Bei den Servicespezialisten auf der anderen Seite hingegen reichen technische Skills alleine nicht mehr aus. Gefragt sind heute Dienstleister mit Referenzen und breitem Branchenwissen, innovativem und kreativem Umgang mit der digitalen Transformation und einem klaren Blick auf die entsprechenden Businesstransformationsprojekte ihrer Kunden.

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